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Mittwoch, 26. August 2020

Rezension "An Ocean Between Us" von Nina Bilinszki

(c) Droemer Knaur

Averys Ballettkarriere endet, bevor sie beginnt, als sie in einen Autounfall verwickelt wird. Danach muss sie ihr Leben komplett umkrempeln. Ohne ihre Zukunft vor sich sehen zu können, geht sie aufs College und sucht nach ihrem Weg.
Dabei begegnet sie Theo, dem Schwimm-Star des Colleges. Zuerst hält sie ihn für arrogant, doch je besser sie ihn kennenlernt, desto mehr gefällt ihr, was sie sieht. Aber je stärker ihre Gefühle für ihn auch wachsen, die Vergangenheit verfolgt Avery. Kann sie sie wirklich hinter sich lassen oder holt der Unfall sie ein? Und wie wird Theo auf die Narbe reagieren, die sie für immer gezeichnet hat?



Die Geschichte:
Ich hatte eine emotionale Geschichte erwartet, die zeigt, wie sich Avery verwandelt. Von der jungen Frau, die nichts als Ballett im Kopf hat, zu der verletzten Studentin ohne Perspektive - und dann zu jemandem, der mutig seinen Weg sucht. Unterstützt durch die Liebe.
Stattdessen wurde der Zeitraum zwischen dem Unfall und Averys Studienbeginn übergangen, sodass sie bereits eine Wandlung hinter sich hatte, die man nicht mitgekriegt hat. Und eine weitere dazu, da sie gar nicht so verloren wirkt, wie man es erwarten könnte. Klar, es wird erwähnt, dass sie nicht weiß, wie es weitergehen soll. Aber hier hätte etwas mehr Drama einfließen können. Sie wirkte eigentlich das ganze Buch über recht gefasst - selbst die Wendung verstört sie zwar, jedoch wird auch hier wieder übersprungen. Große Gefühlsausbrüche fehlen komplett. Weder im schlimmen noch im romantischen Sinne.
Dazu muss ich leider sagen, dass es im ganzen Buch keine Überraschungen gab. Bei New Adult kann Vorhersehbarkeit schon mal vorkommen, bei "An Ocean Between Us" allerdings wusste ich genau, wie die Geschichte weitergehen würde bzw. welches "große" Geheimnis das Problem im Buch ist. Womit ich persönlich wiederum ein Problem habe.

Die Charaktere:
Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber die Personen haben sich in meinen Augen oftmals widersprüchlich verhalten. Vor allem Avery wirkte nicht so deprimiert (weder am Anfang noch kurz vor Ende) oder perspektivenlos, wie ich die natürliche Reaktion eingeschätzt hätte. Die Zeitsprünge machen ihre Wandlung zunichte. Dazu kommt, dass ihre Verletzung zwar erwähnt wird, aber so richtig schlimm, wie man es erwartet, nachdem sogar ihr Ballett-Traum daran zerplatzt, würde ich es anhand der wenigen Schmerzen und Averys Aktivitäten nicht einschätzen.
Bei Theo schwankte ich immer zwischen Sympathie und Antipathie. Seine Entscheidungen waren manchmal nachvollziehbar, manchmal nicht. Er verhielt sich oft verantwortungslos, was mich überhaupt nicht anspricht.
Die Nebenfiguren, z.B. Lizzie, waren mir hier (wieder mal) sympathischer als die beiden Protagonisten.

Der Schreibstil:
Anfangs dachte ich noch, dass es ein schöner Schreibstil ist. Ich bin auch immer noch der Meinung, dass er gut ist. Je weiter ich jedoch gekommen bin, desto mehr fiel mir die Einfachheit auf. Bei der wörtlichen Rede tauchten sehr viele Verben auf, wie jemand etwas sagt - zugehörige Handlung oder Gedanken hin oder her. Die Sprache ist auch sehr simpel, ohne viele Schnörkel und Poetik. Ich brauche das normalerweise nicht in Büchern, in "An Ocean Between Us" hat es mir etwas gefehlt, da dadurch auch mehr Emotionen transportiert werden können. Bei mir kamm jedoch nicht wirklich viel an. Kein Schmerz, keine Trauer, keine Wut. Und noch schlimmer: keine tiefgehende Liebe.

Mein Fazit:
Hätte man den Schreibstil noch etwas ausgebaut, hätte ich vielleicht etwas mehr über die restlichen Punkte hinwegsehen können. Dann wären mir wahrscheinlich die Hauptfiguren auch sympathischer gewesen. So muss ich allerdings sagen, dass mich der Roman nicht überzeugen konnte. Alles war zu flach und vorhersehbar.
Für jemanden, der als Leser neu ins New-Adult-Genre einsteigen will, ist "An Ocean Between Us" perfekt. Grundsolides, prototypisches New Adult wird hier praktiziert. Für jemanden wie mich, der inzwischen schon diverse New-Adult-Bücher gelesen hat, reicht das nicht mehr. Es gibt deutlich stärkere Romane in diesem Genre. Also leider ein persönlicher Fehlgriff.

Sabrina S. Says:

(eigentlich 2,5, hier aufgerundet auf 3)



                                                                                 

Erschienen bei Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 01.09.2020

ISBN: 978-3-426-52614-9
Klappenbroschur, 352 Seiten

Preis 12,99 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

 Bestellbar unter anderem bei Droemer Knaur

                                                                                

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Knaur zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 9. Februar 2020

Rezension "Bring down the stars" von Emma Scott

(c) Lyx Verlag
Nach einer herben Enttäuschung mit ihrem Exfreund ist Autumn eigentlich nicht auf eine neue Beziehung aus. Nur dann lernt sie Connor kennen: beliebt, optimistisch, herzensgut. Genau das, was sie in ihrem Leben gebrauchen kann.
Fast gleichzeitig begegnet sie Weston, Connor bestem Freund. Dieser ist beinahe das genaue Gegenteil: ein Einzelgänger, mürrisch, distanziert. Aber auch faszinierend.
Diese Tatsache ignorierend, hält Autumm an Connor fest, doch als es zu kriseln beginnt, bleibt diesem scheinbar nur eine Wahl - Westons kreative Seite für seine eigene auszugeben. Um Autumn nicht zu verletzen, spielt Weston mit.
Aber dann kommt alles anders als geplant und auf einmal stellt sich ihr nicht mehr die Frage, wen sie wirklich will - sondern wer ihr noch bleibt.

Die Geschichte:
Ach, ich wollte so sehr mal wieder eine gute Dreiecksgeschichte lesen. Die auch glaubwürdig ist, sich langsam entwickelt und einen genauso schwanken lässt wie die Protagonistin. Leider wird einem das hier nicht geboten. Von Anfang an wird einem das Traumpaar präsentiert, das nur eine Lüge ist. Die Sympathien werden natürlich auf das Richtige, das Wahre gelenkt. In langwieriger Weise, obwohl das Buch gar nicht so viele Seiten hat.
Erst aufs Ende hin kommt mehr Spannung auf, die Annäherungen und Charaktere wirken glaubhafter.

Die Charaktere:
Apropos Charaktere: Keiner der drei hat für mich Lieblingspotenzial. Autumn wirkt total naiv, indem sie das Schauspiel quasi nie aufrichtig anzweifelt. Klar, als Leser weiß man durch die wechselnde Perspektive zwischen ihr und Weston mehr, dennoch ist es kaum vorstellbar, dass sie so wenig hinterfragt.
Connor ist ohnehin sehr schlecht dargestellt, indem er Westons Talent quasi ausnutzt. Man erfährt zwar viel über seine Hintergründe, seine Emotionen, aber so richtig darauf eingegangen wird das Buch über nicht. Er ist quasi nur das Hindernis zwischen Autumn und Weston.
Dieser hingegen hat natürlich dieses grüblerische Traumprinz-Potenzial. Düster, ein wenig Bad Boy, aber mit einer weichen Seite - und er kann auch noch kreativ schreiben! Der Mädchentraum schlechthin im Buchbereich. Für mich fast schon zu klischeehaft dadurch. Und seine fehlende Weigerung, das Ganze zu beenden, fand ich auch nicht so nachvollziehbar. Seine Gefühle Autumn gegenüber wirkten dadurch nicht so tief, wie sie es sein sollten.

Der Schreibstil:
Der Stil war in Ordnung. Teilweise auch emotional, manchmal fast zu schlicht. Gut zu lesen, aber die Idee damit besser oder einzigartig gemacht hat er auch nicht.

Mein Fazit:
Für die Liebe kämpfen ist hier offensichtlich nicht das Motto. Connor ist noch der Einzige, der sich irgendwie bemüht. Wobei das schon fast etwas zu übertrieben ist, da seine intensive Gefühle Autumn gegenüber etwas ins Lächerliche gezogen werden, dadurch, dass er sie nicht ausdrücken kann.
Mir hat hier die emotionale Tiefe gefehlt, die nur angedeutet worden ist. Gründe jedes Einzelnen wurden genannt, immer wiederholt und eine Zeit lang passierte nichts. Das Ende reißt es dann etwas raus, als endlich die Dramatik erhöht wird. Beziehungsweise wird diese dann fast auf die Spitze getrieben. Damit war nicht zu rechnen. Und das Buch hört auch an einer sehr fiesen Stelle auf, sodass man natürlich weiterlesen will.
Na ja, oder auch nicht. Ich weiß sowieso schon, wie das Ganze ausgeht: Der Schwindel fliegt auf, Autumn und Weston werden ein Paar. Den Weg bis dahin will ich mir ehrlich gesagt nicht mehr antun. Das könnte in Kombination mit den Ereignissen zum Ende von Band 1 fast wieder zu übertrieben dramatisch werden.
Sehr schade, aber meine hohen Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Ein mittelmäßiges New-Adult-Buch.

Sabrina S. Says:





                                                                                 

Erschienen beim Lyx-Verlag (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 27.11.2019

ISBN: 978-3-7363-1128-2
Paperback, 392 Seiten

Preis 12,90 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Lyx

                                                                                

Dienstag, 31. Dezember 2019

Mein Lesejahr 2019 - Teil 1: Jugendbuch und New Adult

Ich habe sehr viel gelesen im letzten Jahr. Wahrscheinlich eine Begleiterscheinung meiner Ausbildung zur Buchhändlerin. Allerdings nicht die einzige. Denn zugegenermaßen werde ich auch kritischer, was das Lesen angeht. Je mehr Bücher aus einer Richtung man kennt, desto schwieriger ist es, sich noch richtig begeistern zu lassen. Weil vieles nicht mehr so innovativ erscheint. Vor allem im New-Adult-Bereich.
Aber so ist es für mich zumindest einfacher, die richtigen Highlights herauszufiltern. Und egal, ob 2019 erschienen oder früher, ich präsentiere euch hiermit mein positives Lesejahr 2019. Beginnend mit den Genres Jugendbuch und New Adult:

Jugendbuch:

 

Endlich mal wieder eine Dystopie im Stil von "Die Bestimmung"! Irgendwann gingen mir solche Bücher auf die Nerven, weil man eine Zeit lang regelrecht davon überschüttet wurde. Jetzt war es mal wieder sehr erfrischend. Und vor allem eine sehr spannende Zukunftsversion mit nur noch einem jungen Mädchen auf der ganzen Welt. Wie stellt man so die Existenz der Menschheit sicher? Und was will Eve eigentlich?
Sabrina S. Says: Meine Lieblings-Dystopie aus dem letzten Jahr!


(c) Carlsen
Left to fate - Gloria Trutnau (Carlsen Verlag)
Der Gewinner-Titel des 2. Schreibwettbewerb von tolino media und Carlsen Impress konnte mich im Gegensatz zum ersten Sieger dieses Mal auch überzeugen. Die gesamte Idee war nicht so neu, wenn man "Flawed" von Cecelia Ahern und "Infernale" von Sophie Jordan gelesen hat. Aber die Umsetzung war gut, das Setting glaubhaft gestaltet. Und aufs Ende zu gibt es noch mal eine Riesenüberraschung.
Sabrina S. Says: Ein gelungenes Debüt!

(c) Bastei Lübbe


Der Klang der Täuschung - Mary E. Pearson (one Verlag)
Auch der 1. Band der Spin-off-Dilogie der "Chroniken der Verbliebenen" muss zu meinen Highlights dazugezählt werden. Die Geschichte ist zwar komplett anders, aber man erfährt noch ein bisschen was über die ursprünglichen Charaktere. Dazu die neuen, die wie immer sehr lebendig sind. Und das ganze Setting, die Story - hat mich einfach alles überzeugt.
Sabrina S. Says: Ich bin sehr gespannt auf Band 2!


(c) Fischer Sauerländer
Iron Flowers - Die Kriegerinnen - Tracy Banghart (Fischer Sauerländer)
Nach dem sehr überraschenden Vorgänger war ich wirklich neugierig auf dieses Buch. Tatsächlich rückt man noch um einiges weiter von dem "Selection"-Flair weg, es geht wirklich hart her teilweise. Man fiebert auch immer mit den zwei Schwestern mit, ob sie sich wiederfinden, was sie erreichen können. Ihre Entwicklung ist einfach super.
Sabrina S. Says: Wer Bücher mit starken Frauenfiguren lesen will, muss zu "Iron Flowers"-Dilogie greifen!




New Adult:

(c) Lyx

 

Obwohl teilweise recht viele kritische Stimmen zu "Hope again" aufkamen, habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen. Es war vielleicht wirklich nicht der beste Teil der Reihe, aber ich mochte Everly als Charakter sehr gerne. Und natürlich war die ganze Dozent-Studentin-Situation auch kompliziert sowie die sonstigen Probleme der beiden.
Sabrina S. Says: Ich mag einfach, wie Mona Kasten erzählt und Charaktere erschafft. Das ist ihr hier auch gelungen.


(c) Droemer Knaur
(c) Droemer Knaur
New Beginnings & New Promises - Lilly Lucas
(Droemer Knaur)
Eine neue Reihe von einer Autorin aus meiner Gegend - da musste ich natürlich reinlesen. Und dabei ist es nicht geblieben. Die Geschichten sind beide wirklich schön und locker-flockig erzählt. Die sich durchziehende Ski- und Snowboard-Thematik fand ich auch sehr gut, das wird als Sport oft außen vorgelassen, was ich sehr schade finde, da ich ein Wintersport-Fan bin (im Bezug aufs Anschauen, nicht aufs Selbstmachen).
Sabrina S. Says: Jugendlich erfrischende und weitgehend glaubhafte Geschichten bzw. Charaktere. Mit einem kleinen Promi-Faktor als Sahnehäppchen ;)


(c) Droemer Knaur
Sinking Ships - Tami Fischer (Droemer Knaur)
Lustigerweise habe ich mit Band 2 der "Fletcher University"-Reihe angefangen - und das auch noch als Hörbuch! Total ungewöhnlich für mich, da ich eigentlich gerne nach der Reihe (selber) lese. Aber mich hat auch das Thema von Band 2 irgendwie mehr angesprochen, da ich die Konstellation Bad Girl und Good Boy spannender fand. Wobei man sehr viel über Carla und Mitchell lernt, das diese Bilder etwas revidiert.
Sabrina S. Says: Emotional vielschichtig, mit den unterschiedlichsten Themen ausgestattet - und mit einer gewissen Portion Witz. Ich war überzeugt und freue mich auf Band 1 und den im Juli erscheinenden 3. Band!


Der 2. Teil meiner Jahreshighlights erscheint nächste Woche und hier zeige ich euch noch diverse Titel aus dem Genre der Spannung - also Jugendthriller ebenso wie Krimes und weitere überraschende Bücher. Seid gespannt! (Leider kein guter Wortwitz ;D)

Sabrina S.


Donnerstag, 26. Dezember 2019

Meine Lese-Enttäuschungen des Jahres 2019

Hm, was ist der Unterschied zwischen einem Flop und einer Enttäuschung in Buchhinsicht? Für mich gibt es da eine klare Linie: Flops sind Bücher, an die man ohne große Erwartungen herangegangen ist. Enttäuschungen dagegen sind Titel, von denen man viel erwartet hat - und die dann letztendlich nicht heranreichen konnten.

Heute präsentiere ich euch Letzteres. Und wahrscheinlich fühlt ihr euch bei dem ein oder anderen Titel fast ein wenig angegriffen, weil auch Bücher dabei sind, die gehypt wurden. Ich hoffe allerdings, keinen Shitstorm für meine Meinung zu ernten. Da ich mich sowieso oft nicht traue, meine Meinung laut auszusprechen (wie ihr anhand meines Blog-Mottos wohl wissen dürftet), ist es schon eine Überwindung, Negatives hier zu platzieren. Aber natürlich tausche ich mich gerne mit euch aus, wenn ihr das Bedürfnis habt. Meine Mailadresse info(at)sabrina-schumacher.com steht offen, genauso wie mein Instagram-Profil und meine Facebook-Seite.

Jetzt geht es jedoch nach dem ganzen Geschwafel los mit meinen Buch-Enttäuschungen 2019:



(c) ueberreuter
Schande über mich, ich hatte tatsächlich bis zu diesem Buch noch keins von Ava Reeds Werken gelesen! "Spiegelsplitter" habe ich zwar auf meinem E-Reader, allerdings weil ich es mal gewonnen habe. Und da ich schon so viel Gutes von ihren Büchern gehört habe und sie auch im Social-Media-Bereich total sympathisch finde, dachte ich mir, ich muss ihr persönlichstes Buch auf jeden Fall lesen.
Leider muss ich jedoch gestehen, mir hat der ganze Erzählstil überhaupt nicht gefallen. Auch der Aufbau des Buches, die dargestellten Ereignisse ... Irgendwie konnte ich mich überhaupt nicht daran gewöhnen. Was nichts mit den schwierigen Thematiken zu tun hat, vor allem das Thema Depressionen ist auch etwas, mit dem ich mich teilweise selbst beschäftige. Aber irgendwie konnte ich das Buch mit diesem schwierigen Thema nicht zusammenbringen. Es war teilweise eher eine Beschreibung des Lebens mit der Krankheit, die letzten aufwühlenden Emotionen fehlten.
Sabrina S. Says: Wirklich schade, aber für jüngere Leser(innen) als mich eventuell besser geeignet.



(c) blanvalet
Puh, wie ich es hasse, gleich zwei Bücher einer Autorin hier mit aufnehmen zu müssen, die mich wirklich positiv überrascht hat. Mit "Now und Forever - Weil ich dich liebe" hat mich Geneva Lee nämlich eigentlich überzeugt. Und ich mag es ja grundsätzlich, wenn in einer New-Adult-Reihe Charaktere aus den Vorgängern auftauchen.
(c) blanvalet
Das war hier zwar der Fall, aber die ganze positiven Überraschungen waren weg. In "With or without you" war alles sehr plump und vorhersehbar. Jess als Charakter konnte ich kaum wiedererkennen.
Auf "Only with you" hatte ich mich besonders gefreut, da ich Cassie lieb gewonnen hatte. Nur leider führt einen hier der Klappentext total in die Irre. (Vorsicht, Spoiler!) Statt einer Liebesgeschichte und großen Wiedervereinigung mit ihrem Exfreund geht es hier um eine Liebesgeschichte zwischen Cassie und ihrem Chef. Also schon wieder eine Art Verbotene-Liebe-Thema. An sich war das Buch zwar deutlich besser als Band 2, aber ich hatte anderes erwartet. Und der große Konflikt am Ende hat auch gefehlt.
Sabrina S. Says: Mir gefallen New-Adult-Geschichten von deutschen Autorinnen inzwischen weitaus besser. Bei amerikanischen wirkt wie in diesen beiden Büchern sehr viel gestellt und klischeehaft.



(c) Ravensburger Buchverlag
Oh, ich kann es fühlen, wie ihr mich jetzt schon zu hassen beginnt, bevor ich überhaupt ein Wort zu diesem Buch niedergeschrieben habe ...
Jedenfalls glaubt ihr nicht, wie leid es mir tut, "One True Queen" Band 1 hier aufführen zu müssen! Aber ich hatte so hohe Erwartungen nach all den positiven Stimmen - und die konnten leider nicht erfüllt werden. Ich hätte es mir echt gewünscht, mal wieder einen Titel in der Jugendbuch-Abteilung gehabt zu haben, den ich jedem in die Hand drücken konnte. Diese Pläne haben sich leider zerschlagen (nicht nur, weil ich kurz nach dem Erscheinen wochenlang krank geschrieben war). Womöglich hat das Buch dadurch auch etwas gelitten, weil es mir nicht gut ging in der Zeit, als ich es gelesen habe. Das will ich gar nicht abstreiten. Nur lag es wirklich wochenlang herum und ich kam kaum weiter. Es waren einfach zu viele Seiten, zu viel Handlung - und gleichzeitig auch wieder nicht. Es war einfach zäh zu lesen trotz der vielen guten Ideen und Charaktere. Maylin hat mir hier teilweise noch am wenigsten gefallen. Und wenn einen die Protagonistin nicht richtig mitzieht, ist es ohnehin schwierig.
Sabrina S. Says: Für "Alice in Wonderland"-Fans super. Auch für alle, die der Jugendbuch-Fantasy von vor ca. 10-15 Jahren hinterhertrauern. Für mich leider nur Durchschnitt - aber Band 2 muss ich trotzdem lesen!


Einen Titel habe ich hier bewusst nicht mit aufgenommen, weil ich ihn quasi gerade erst beendet habe. Dazu schreibe ich noch einmal eine separate Rezension. Und das wird leider auch ein Titel sein, den viele von euch lieben. 
Manchmal frage ich mich echt, ob bei mir etwas falsch läuft, weil ich manche Bücher nicht auch mag. Aber wahrscheinlich kriege ich nur die positiven Rezensionen und so mit, weil viele das Negative nicht teilen. Was ich mich inzwischen traue - und ich wurde noch nicht gesteinigt! Also vertraut auf euren Instinkt und sagt eure Meinung zu dem ein oder anderen Buch. Manche Leser werden euch diese Warnung danken ;)

Sabrina S.

Sonntag, 22. Dezember 2019

Meine Lese-Flops des Jahres 2019

Wie sagt man so schön? Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und bevor ich euch meine Highlights präsentiere, reiße ich euch erst noch einmal mit in die triste Stimmung der Flops. Denn von negativ zu positiv ist doch eindeutig erfreulicher als andersherum, oder? ;)
Allerdings habe ich hier nicht nach Genres sortiert, bei den Highlights wird das anders sein, da ich davon eindeutig mehr hatte als von den Flops. Also noch mehr Positives - ich weiß gar nicht, wie das sein kann, wo doch in meinem Leben so viel Negatives passiert ist in der letzten Zeit ... (Dazu vielleicht ein andermal mehr.)

So, nun aber zu den Büchern, die ich eindeutig nur mit 2 Sternen bewerten würde. 
(Wer mich kennt, weiß, dass ich normalerweise keine 1-Sterne-Bewertung vergebe - da muss schon wirklich alles schief gegangen sein, inklusive Grammatik, Rechschreibung, Erzählstil und Aufbau.)


(c) Ravensburger Buchverlag
Ehrlich, jetzt im Dezember kann ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern, dass ich dieses Buch gelesen habe. Gut, das ist jetzt auch schon länger her und das war während meinem zweiten Berufsschulblock in Frankfurt, dennoch - mir fällt kaum noch die Handlung ein.
Das ist kein gutes Zeichen. Genauso wie die Tatsache, dass ich das während meiner Buchhändler-Ausbildung nie jemandem in die Hand gedrückt habe.
Ich weiß nur noch, die Charaktere fand ich allesamt nicht gut, die Story hat sich gezogen und das Ende war ziemlich merkwürdig.
Sabrina S. Says: Auf jeden Fall werde ich die Fortsetzung nicht lesen.


(c) Lyx
Hat mir leider gar nicht gefallen. Die Charaktere konnten überhaupt keine Sympathie gewinnen, vor allem Adele hat mich ziemlich genervt mit ihrer ganzen Art. Außerdem entwickelte sich die Geschichte zu schnell, es gab zu viele Rückblenden, um das Potenzial in der Gegenwart entfalten zu können. Außerdem fehlte mir trotz allem die Tiefe und Einfühlsamkeit bei dem Thema Altersunterschied.
Sabrina S. Says: Verschenktes Potenzial.


(c) Ullstein

Da ich von Audrey Carlan eigentlich überwiegend Positives gehört hatte, dachte ich mir, ich lese auch mal eins ihrer Bücher. Und da ich selbst auch hin und wieder mal Yoga gemacht habe (inzwischen habe ich wieder aufgehört), erschien mir der 1. Band von "Lotus House" interessant.
Allerdings war das eigentlich ziemliche 08/15-Erotik. Die Liebesgeschichte war plump und mehr als vorhersehbar. Hier erwartete einen nichts Außergewöhnliches - außer vielleicht die ein oder andere Sexstellung.
Sabrina S. Says: Nur wer hier Sex-Inspiration sucht, sollte sich das Buch mal anschauen. Ansonsten literarisch nicht zu empfehlen.


(c) Goldmann
Wer "Fifty Shades of Grey" gelesen hat, muss eigentlich nicht "The Mister" lesen. Die Geschichte weicht nämlich von der Lovestory her nicht großartig davon ab. Natürlich ist alles etwas anders verpackt, in Themen, die ich hier wegen der Spoiler-Gefahr nicht nennen kann.
Grundsätzlich gilt jedoch vor allem, hier ist zu viel auf einmal verarbeitet. Als hätte E. L. James die Anweisung bekommen, die Liebesgeschichte zwischen reichem Mann und unschuldiger Frau auf die Spitze zu treiben.
Sabrina S. Says: Emotionalität ist zwar vorhanden, aber das Besondere fehlt. Zu viel Drama leider.




Im Laufe meiner Recherche für meine Flops des Jahres habe ich eins festgestellt: dass es auch noch Titel gibt, an die ich Erwartungen hatte, die völlig enttäuscht wurden.
Deshalb kommt nächste Woche noch mal ein Spezial mit den Enttäuschungen des Jahres. Ich hoffe, ihr könnt auf die positiven Meinungen noch etwas länger warten!

Sabrina S.

Sonntag, 4. August 2019

Rezension "Falling Fast" von Bianca Iosivoni

© Bild: www.luebbe.de

Hailees Trip durch die Vereinigten Staaten wird prompt unterbrochen, als ihr Auto den Geist aufgibt. Gestrandet in einer Kleinstadt, trifft sie auf den ebenso attraktiven wie einfühlsamen Chase, der ihr seine Hilfe anbietet.
Obwohl Hailee fasziniert von dem jungen Mann ist, weiß sie, dass sie nicht an diesem Ort bleiben kann. Denn er hat eine Bedeutung für sie, für ihre Vergangenheit und ihre Zukunft.
Doch je näher sie Chase kommt, desto größer wird Hailees innerer Konflikt. Denn obwohl sie sich vorgenommen hat, etwas zu wagen, war die Liebe doch nichts, das sie eingeplant hatte ...




Die Geschichte:
Romantisch, dramatisch, es passt irgendwie alles. Die ganze Atmosphäre ist einfach nur schön - denkt man zumindest. Es versteckt sich natürlich sehr vieles hinter dieser Geschichte, das man nicht erwartet. Ich für meinen Teil habe mit einigem nicht gerechnet. Anderes dagegen war sehr vorhersehbar und manchmal etwas arg klischeehaft. Das Besondere kommt wirklich eher am Schluss.

Die Charaktere:
Ich dachte anfangs, ich könnte mich sehr viel mehr mit der unsicheren Hailee identifizieren. Leider war das nicht der Fall. Obwohl sie ab und an Zweifel hat, traut sie sich mehr zu, als man eigentlich erwartet anhand ihrer Vorgeschichte. Dadurch wirkte manches etwas unrealistisch.
Chase als Love Interest hat mir ganz gut gefallen. Man konnte sich auch wirklich in ihn hineinversetzen. Und er ist eine gute Mischung, also nicht wirklich good oder bad. Einfach sympathisch, irgendwie ... normal.

Der Schreibstil:
An sich mag ich Biancas Schreibstil, er ist emotional und tiefgründig. Manchmal etwas gewitzt. Die Hürde ist für mich eher, dass ihre weiblichen Figuren irgendwie immer ähnlich klingen bzw. denken. Das ist mir in der "Firsts"-Reihe aufgefallen, bei "Sturmtochter" auch. Hier bei Hailee als eher zurückhaltendem, unsicheren Charakter hätte ich mir einen kleinen Wandel gewünscht, den es leider nicht gab.

Mein Fazit:
Ein empfehlenswerter New-Adult-Roman, der sich mal mit anderen Themen beschäftigt. Es ist nicht diese typische College-Geschichte, es gab keinen Missbrauch oder einen Gefängnisaufenthalt. Außerdem ist die Liebesgeschichte sehr realistisch gehalten, wenn man die Emotionen anschaut, nicht die klischeehaften Szenen.
Diese und Hailees manchmal unglaubwürdiges Verhalten lassen mich einen Bücherstapel von meiner Bewertung abziehen. Außerdem muss man leider sagen, dass durch die viele Geheimniskrämerei zum Spannungsaufbau ein wenig die Seriosität des letztendlichen Themas verloren geht. Ich hoffe, das ändert sich in Band 2.

Sabrina S. Says:




                                                                                 

Erschienen beim Lyx-Verlag (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 27.05.2019

ISBN: 978-3-7363-0839-8
Paperback, 480 Seiten

Preis 12,90 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Lyx

                                                                                

Sonntag, 3. Februar 2019

Rezension "Der letzte erste Song" von Bianca Iosivoni

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/der-letzte-erste-song/id_6960146
© Bild: www.luebbe.de

Grace hat sich geschworen, nie mehr auf einer Bühne zu singen - doch Masons Band sucht eine Sängerin. Um sich selbst zu beweisen, dass sie es schaffen könnte, singt Grace vor. Doch als sie tatsächlich ausgewählt wird, ergreift sie lieber die Flucht. Zu groß ist ihre Angst.
Aber Mason lässt nicht locker. Er sieht in ihr das, was "Waiting for Juliet" braucht. Je mehr Zeit er mit Grace verbringt, desto klarer wird ihm allerdings, dass ihre Vergangenheit tiefe Narben hinterlassen hat. Und bald muss er erkennen, dass er nicht nur der Musik wegen in Grace' Nähe sein will ...




Die Geschichte:
Die Handlung startet meines Erachtens anders als in vielen Liebesromanen. Zwar kommt es dort auch mal vor, dass sich ein Paar am Anfang trennt, damit sich die zwei Hauptfiguren näherkommen können, aber bei "Der letzte erste Song" wird damit anders umgegangen. Mason hat Jenny und Grace ist mit Daniel zusammen. Die beiden haben scheinbar schon perfekte Beziehungen, während sie sich beginnen, näherzukommen. Wobei keiner von ihnen den anderen wirklich auf dem Schirm hat in Sachen Liebe. Das macht ihre Annäherung noch realistischer und authentischer - und gleichzeitig süß und spannend.

Die Charaktere:
Obwohl Grace ein Charakter ist, mit dem sich auf den ersten Blick nicht gleich identifizieren kann, mochte ich sie vom ersten Moment an. Sie ist etwas eigen, ziemlich ehrgeizig und gleichzeitig so voller Angst. Man kann sich in ihr wiederfinden. Wobei manche ihrer Ausbrüche recht schnell kamen - was wahrscheinlich nicht jeder nachvollziehen kann.
Mason ist total süß. Nicht der typische Rockstar, wie man sie so oft in New-Adult-Büchern findet. Er ist einfühlsam, lustig und treu. Meiner Meinung nach hat er echtes Traumtyp-Potenzial!

Der Schreibstil:
Angenehm flüssig zu lesen. Man kann sich auch gut in die beiden Protagonisten hineinversetzen, aus deren wechselnden Perspektiven erzählt wird. Der Erzählton der zwei war allerdings nicht so unterschiedlich, wie Grace und Mason charakterlich eigentlich sind. Etwas mehr Unterschiede hätte ich mir gewünscht.
Abgesehen davon sind die Brüche manchmal ziemlich hart zwischen den Absätzen oder Kapiteln. Vielleicht hätte man da noch etwas bessere Übergänge schaffen können.

Mein Fazit:
Ich habe drei der vier "Firsts"-Bücher gelesen (alle bis auf den ersten Teil ;D) und finde "Der letzte erste Song" war der beste! Die nicht sofortige Annäherung fand ich super, trotzdem spürte man eine gewisse Spannung. Und beide haben einen richtig großen Sympathiefaktor. Dazu die Auftritte der anderen Hauptfiguren aus den Vorgängerbänden - ein richtig toller Abschlussband!

Sabrina S. Says:





                                                                                 

Erschienen beim Lyx-Verlag (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 30.11.2018

ISBN: 978-3-7363-0913-5
Taschenbuch, 447 Seiten

Preis 10,00 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Lyx, Amazon und Thalia

                                                                                

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Rezension "Save us" von Mona Kasten

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/save-us/id_6459504?
© Bild: www.luebbe.de


Ruby kann es kaum fassen, was ihr vorgeworfen wird: eine Affäre mit ihrem Lehrer zu haben! Und es wird noch schlimmer. Die scheinbar alles sagenden Fotos wurden von niemand anderem als James gemacht. Hat sie ihm zu schnell vertraut und vergeben?
James steht währenddessen vor der schwierigen Entscheidung, ob er Ruby oder seiner Schwester beistehen soll. Doch dies ist nicht die einzige Entscheidung, die er für sein Leben treffen muss. Wird es ihm möglich sein, das Glück zu finden, oder muss er der Pflicht nachgeben?




Die Geschichte:
Im Grunde werden weder der Klappentext noch meine eigene Zusammenfassung dem Buch gerecht. Denn "Save us" besteht aus viel mehr als aus Ruby und James und ihrer Liebe. Lydia, Alistair, Amber und all die anderen Figuren und ihre Kämpfe mit dem Leben, das macht den letzten Teil der Reihe aus. Und obwohl bestimmt viele sagen, dass das Ende der "Maxton Hall"-Trilogie nicht das hält, was am Anfang versprochen wurde, würde ich das Gegenteil behaupten. Die Reihe wurde mit den Adjektiven "sexy, romantisch und märchenhaft" angepriesen - und genau so endet sie auch.

Die Charaktere:
Egal, wen man sich anschaut, jede Figur ist im Grunde ein Charakter für sich. Sie haben Ecken und Kanten, Gefühle und Gedanken. Sie sind menschlich, haben auch ihre Fehler. Mit diesen umzugehen oder sie zu überwinden, davon lebt die Reihe.
Dass Ruby und James ein wenig in den Hintergrund rücken, finde ich auch halb so wild. Wichtiger ist es, den anderen Charakteren Spielraum zu geben, damit sie ebenfalls erkennen, was sie wollen. 
Und ich denke, dass sich beinahe jeder Leser in einem der Erzähler wiederfinden kann. Das ist es, was das Buch so toll macht.

Der Schreibstil:
Leicht zu lesen und dennoch wahnsinnig gefühlvoll. Man kann sich problemlos in die Figuren hineinversetzen, was ja das Allerwichtigste im Young/New Adult-Bereich ist.
Gut ist ebenfalls, dass man anhand der vielen Perspektivenwechsel auch mal nur kleine Teile zwischendurch lesen kann. Könnte allerdings auch ein Nachteil sein, weil man den Überblick behalten muss.

Mein Fazit:
Man bekommt das, wofür die Bücher stehen. Und ich persönlich kann damit sehr gut leben, weil es ein befriedigendes Ende ist. Eines, das vielleicht nicht typisch spannend, aber trotzdem dramatisch ist. Und ja, realistisch ist das Ganze vielleicht nicht, aber es lädt zum Träumen ein. Und ich denke, das ist es, worauf Mona Kasten aus war. Wir als Leser sollen sehen, dass wir aus scheinbar ausweglosen Situationen etwas Wundervolles machen können. Und das ist ihr gelungen.

Sabrina S. Says:





                                                                                 

Erschienen beim Lyx-Verlag (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 31.08.2018

ISBN: 978-3-7363-0671-4
Paperback, 374 Seiten

Preis Paperback: 12,90 € (D) 
Preis E-Book: 9,99 € (D)

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Lyx, Amazon und Thalia

                                                                                 
Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt.

Montag, 27. August 2018

Rezension "Die letzte erste Nacht" von Bianca Iosivoni

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/die-letzte-erste-nacht/id_6696847
© Bild: www.luebbe.de

Tate und Trevor werden von ihren Freunden TNT genannt, weil jedes Aufeinandertreffen der beiden explosiv verläuft. Was die Clique allerdings nicht weiß: Die beiden haben bereits eine heiße Nacht miteinander verbracht.
Tate würde diese gerne wiederholen - ganz unverbindlich natürlich. Doch Trevor ist nicht so leicht zu knacken. Warum sträubt er sich so sehr gegen eine lockere Affäre? Und wieso ist es ihr eigentlich so wichtig, ihn in ihrer Nähe zu haben?
Schließlich hat sie viel Wichtigeres im Sinn. Nämlich den Tod ihres Bruders aufzuklären.
Dass Trevor mehr darüber wissen könnte, hätte sie jedoch nie im Leben geahnt ...


Die Geschichte:
Was zuerst wie eine lockere Sex-oder-Liebe-Geschichte anmutet, verwandelt sich im Laufe des Buches in eine viel tiefere Story. Denn das Schicksal von Tate und Trevor ist auf unglückliche Weise miteinander verknüpft. Es war spannend, das nach und nach herauszufinden und die Reaktionen der zwei zu sehen. Irgendwann konnte man schon vorhersehen, was passieren würde, trotzdem gab es immer wieder überraschende Momente. Das war wichtig und hat mir gut gefallen. Genau wie das Ende, das nicht 08/15 war.

Die Charaktere:
Tate und Trevor sind beide starke Charaktere, obwohl man am Anfang das Gefühl hat, Tate würde über Trevor dominieren. Die Geschichte belehrt einen allerdings nach und nach eines Besseren, sodass man hinter seine Fassade sehen kann. Und auch Tate war vielschichtig, bestimmt können sich viele eigentlich toughe Frauen mit ihr identifizieren. (Ich in mancherlei Hinsicht auch :) ).
Gut fand ich außerdem, dass auch die Figuren aus den zwei Vorgängerbänden regelmäßige Auftritte hatten. Ich habe zwar "Der letzte erste Blick" und "Der letzte erste Kuss" nicht gelesen, doch dieses Buch hat mich neugierig gemacht, also vielleicht hole ich das nach.

Der Schreibstil:
Der Stil ist nicht außergewöhnlich, aber passend für ein New-Adult-Buch. Auch die Sprache der Charaktere fand ich überwiegend authentisch, wenn auch leicht literarisch angepasst. Insgesamt hat sich manches vielleicht etwas zu sehr wiederholt, vor allem, was die geleugneten Gefühle der beiden Protagonisten angeht.

Mein Fazit:
"Die letzte erste Nacht" ist ein Roman, bei dem man mehr bekommt, als man erwartet. Die gesamte Hintergrundgeschichte und das Auftauchen (manchen) bereits bekannter Personen macht ein rundes Ding draus. Ich jedenfalls habe das Buch gerne gelesen, wenn es sich zeitweise auch etwas gezogen hat. Darum leider nicht ganz volle Punktzahl.

Sabrina S. Says:



                                                                                 

Erschienen beim Lyx-Verlag (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 25.05.2018

ISBN: 978-3-7363-0717-9
Taschenbuch, 400 Seiten

Preis 10,00 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Lyx, Amazon und Thalia

                                                                                

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt.

Montag, 30. Juli 2018

Rezension "Save you" von Mona Kasten

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/save-you/id_6459488
© Bild: www.luebbe.de


Nachdem Ruby von James so sehr verletzt worden ist, will sie ihn einfach nur vergessen. Leider ist das nicht so einfach, da sie noch immer auf die gleiche Schule gehen - und James scheinbar an jeder Ecke von Maxton Hall lauert.
Aus gutem Grund, denn nichts wünscht er sich mehr, als sie zurückzugewinnen. Nichts bereut er mehr, als dass er sie verloren hat. Kann er das wieder in Ordnung bringen?
Und wie geht es mit seiner Familie weiter, die langsam auseinander zu brechen droht? Kann es für ihn ein Happy End geben - eins mit Ruby?




Die Geschichte:
Nach den Ereignissen von Band 1 wünscht man so sehr, dass endlich die Wahrheit ans Licht kommt. Leider dauert es ewig, bis es so weit ist. Man möchte Ruby und James am liebsten in einen Raum sperren, bis sie sich ausgesprochen haben. Stattdessen erfährt man mehr über die Vergangenheit und Gegenwart der anderen Charaktere. Was auch nicht schlecht ist, da deren Geheimnisse ebenfalls ziemlich schwer wiegen. Insgesamt fehlt aber ein wenig der rote Faden.

Die Charaktere:
Man schwankt bei Ruby und auch James dazwischen, sie zu bemitleiden und sie schütteln zu wollen. Die beiden sind sich im Grunde so ähnlich, obwohl ihre Leben so viele Unterschiede aufweisen. Leider kapieren sie es das nicht, wodurch sie etwas überdramatisch wirken.
Dafür wird die Sympathie für andere Charaktere angehoben. Rubys Schwester, James' Freunde und vor allem Lydia wachsen einem richtig ans Herz.

Der Schreibstil:
Im ersten Band habe ich noch bemängelt, dass die Sicht nicht häufig genug wechselt. Jetzt wechselt sie quasi ständig und nicht mehr nur zwischen zwei Figuren. Das finde ich ganz gut, leider geht dadurch ein wenig der rote Faden der Liebesgeschichte verloren. Und damit auch die großen Gefühle, die sich in Band 1 entwickelt haben.

Mein Fazit:
Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, vor allem auch wegen all der anderen Charaktere, die durchweg interessant sind. Und der Cliffhanger am Ende! (Brauche endlich Teil 3!)
Vielleicht ist es manchmal etwas überdramatisiert und pessimistisch angehaucht, aber das gibt das Setting nun mal her. Trotzdem gebe ich dieses Mal nicht die volle Bewertung.

Sabrina S. Says:


                                                                                 

Erschienen beim Lyx-Verlag (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 25.05.2018

ISBN: 978-3-7363-0624-0
Paperback, 384 Seiten

Preis 12,90 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Lyx, Amazon und Thalia

                                                                                 

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt.

Samstag, 17. März 2018

Rezension "Nur noch ein einziges Mal" von Colleen Hoover

https://www.dtv.de/buch/colleen-hoover-nur-noch-ein-einziges-mal-74030/
© Bild: www .dtv.de
An einem der schlimmsten Tage in ihrem Leben lernt Lily Ryle kennen. Die beiden scheinen nichts gemeinsam zu haben - außer ihrer schmerzlichen Vergangenheit, welche sie vor der Außenwelt verbergen.
Trotzdem spüren sie die Anziehung zwischen ihnen, die nie verschwindet, egal, für wie lange sie aus dem Leben des jeweils anderen verschwinden.
Schließlich lässt das Schicksal sie doch zueinander finden. Aber was zuerst wie die Erfüllung eines Traums erscheint, wird für Lily schon bald zu einer Zerreißprobe. Vor allem, als ihre erste große Liebe Atlas wiedertrifft. Mit der sie nie einen Abschluss gefunden hat.
Kann ihre Beziehung mit Ryle all diese Herausforderungen überstehen? Oder endet sie in einer Katastrophe?


Die Geschichte:
Oh Gott, ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll, ohne zu viel zu offenbaren. Denn das Thema, um das es sich in "Nur noch ein einziges Mal" dreht, ist so schlimm, so sensibel und traurig ... und ich kann einfach nur dazu sagen, dass jeder das Buch selbst lesen muss, um zu verstehen, was ich meine.
Jedes Kapitel macht den Schluss unvorhersehbarer, sodass man sich nicht davon losreißen kann. Richtig gut konzipiert von Colleen Hoover. Und total emotional. Chapeau!

Die Charaktere:
Lily wirkte zu Beginn noch nicht wie die typische Sympathiefigur. Doch je mehr man über sie erfährt, desto besser kann man sie verstehen und sich in sie hineinversetzen. Sie wird zwar nicht meine Lieblingsprotagonistin, aber sie ist realistisch und menschlich gestaltet. Und vor allem ist sie gleichzeitig schwach und stark. Das gefällt mir am besten an ihr.
Ryle fand ich von Beginn an toll. Er wirkte wie der perfekte Mann, trotzdem wusste man gleichzeitig, dass er es nicht ist. Doch wie tief seine Abgründe gehen, das konnte man nicht voraussehen. Er tat mir überwiegend leid, je weiter die Geschichte voranschritt. (Ich könnte auch noch sehr viel mehr über ihn sagen, aber das würde das Buch zu sehr spoilern, also lasse ich es.)
Atlas war für mich stets eine Art Störfaktor in Lilys und Ryles Beziehung. Ich wollte nicht, dass er zurück in Lilys Leben tritt, wusste jedoch gleichzeitig, dass es unvermeidbar war. Denn sie brauchten einen Abschluss. Und im Grunde ist er wirklich ein guter Kerl. Vielleicht sogar ein zu guter, weshalb ich skeptisch geblieben bin. Bis zum Ende ...

Der Schreibstil:
Colleen Hoover versteht sich darin, Emotionen zu transportieren. Egal, ob negative oder positive, sie reißt einen mit. Durch Lilys Perspektive tauchte man richtig tief ein, ging mit ihr durch alle Hochs und Tiefs. Es war gleichzeitig verstörend, berührend und noch so viel mehr, das ich nicht in Worte fassen kann.
So viel Liebe, Drama und Tragik richtig zu dosieren, das ist echt ein Kunststück!

Mein Fazit:
Das Buch hat mich fertig gemacht. Ich habe ja schon einige Bücher gelesen, in denen es um ernste Themen geht. Viele davon haben mich begeistert, zum Nachdenken angeregt und zum Weinen gebracht. Und "Nur noch ein einziges Mal" gehört definitiv in diese Reihe an Büchern.
Darum lasse ich einfach meine Bewertung sprechen und rede nicht mehr drum herum.

Sabrina S. Says:





                                                                                

Erschienen beim dtv Verlag
Erscheinungsdatum: 10.11.2017

ISBN: 978-3-423-74030-2
Klappenbroschur, 416 Seiten

Preis 14,95 € (D), 15,40 € (A)

Auch als E-Book erhältlich

Originaltitel: It Ends With Us

Bestellbar unter anderem beim dtv Verlag, Amazon und Thalia

                                                                                  

Sonntag, 11. März 2018

Lesehighlights Februar 2018 - Belletristik und New Adult

Also, in diesem Post wird es emotional. Denn die Bücher, die ich im Februar im Genre New Adult bzw. bei den belletristischen Romanen gelesen habe, sind so voll mit Gefühlen, das kann ich teilweise gar nicht in Worte fassen. Und zumindest im Schriftlichen bin ich eigentlich nicht auf den Mund gefallen!
Doch ich will nicht länger drum herum reden. Schaut euch einfach meine Highlights an. (Und dieses Mal kann man wirklich fast nur von Highlights sprechen.)

BELLETRISTIK:


https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Before-you-go-Jeder-letzte-Tag-mit-dir/Clare-Swatman/Blanvalet-Taschenbuch/e501359.rhd
© Bild: www.randomhouse.de
Da ich meine Vergangenheit auch in so mancherlei Hinsicht gerne ändern würde, musste ich dringend dieses Buch lesen, um herauszufinden, ob es tatsächlich einen Sinn macht, sich das zu wünschen.
Tja, leider macht es das. Denn wie Kleinigkeiten die zukünftigen Ereignisse beeinflussen können, zeigt "Before you go" deutlich. Und ich muss zugeben, auch wenn weder der Schreibstil noch die Figurenkonstruktion überragend sind, mich hat die Geschichte total berührt. Das passiert mir eigentlich selten, wenn ein Faktor nicht ganz stimmig ist. Aber hier haben mich die Thematik und die gesamte Stimmung mitgerissen.
Und der Roman hat mir etwas klar gezeigt: Vielleicht lohnt es sich ja doch, an Wunder zu glauben.

Sabrina S. Says:



NEW ADULT:



https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/verliere-mich-nicht/id_6353396?
© Bild: www.luebbe.de
"Berühre mich nicht" hat mich gefühlsmäßig total überzeugt. "Verliere mich nicht" hat das leider nicht mehr geschafft. Die Hintergründe, die im ersten Band noch recht mau gehalten waren, kamen im zweiten Teil nicht klar genug raus. Die Verzweiflung war nicht mehr so hoch, das Ende leider zu kurz und zu schwach.
Außerdem wurden ziemlich klischeehafte Ereignisse eingeflochten, mich hat eigentlich kaum mehr etwas überrascht.
Darum muss ich, selbst wenn es mir leidtut, eine mittelmäßige Bewertung vergeben.

Sabrina S. Says:

 

>>Hier<< geht's zur Rezension!



https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/save-me/id_6345354?
© Bild: www.luebbe.de
Also ein großer Fan von Klischees bin ich ja nicht, wie ihr wisst. Reicher, beliebter Junge und armes/mittelständiges Mädchen in der Kombination vermeide ich sowieso lieber, weil ich schon in etwa erahnen kann, wie die Geschichte abläuft oder wie sie ausgeht.
Na ja, "Save Me" hat mich eines Besseren belehrt. Denn hier liegt der Fokus tatsächlich auf den sich entwickelnden Gefühlen, auf dem starken Kontrast von Rubys und James' Welten. Hier geht es nicht darum, wie geil die Protagonisten aufeinander sind (vgl. "Paper"-Reihe von Erin Watt). Es geht auch nicht um dieses altbekannte "Wir dürfen niemals zusammen sein, weil das verboten ist".
In diesem Buch werden von vornherein die Aussichtslosigkeit und die Hoffnung so kombiniert, dass man sich nicht sicher sein kann, wie es weitergeht. Gleichzeitig wünscht man sich nichts sehnlicher als ein Happy End, obwohl man sich kaum vorstellen kann, dass eins möglich ist.
"Save Me" hat mir gleichzeitig das Herz erwärmt und herausgerissen.

Sabrina S. Says:


>>Hier<< geht's zur Rezension!



https://www.dtv.de/buch/colleen-hoover-nur-noch-ein-einziges-mal-43283/
© Bild: www.dtv.de
Und ein weiteres Mal im Februar ist mir das Herz gebrochen worden (im literarischen Sinne). Zwar hatte ich von Colleen Hoover schon "Weil ich Layken liebe" gelesen und wusste, wie die Autorin ernste Thematiken in eine Geschichte verpackt, aber so radikal wie hier ... puh, keine Ahnung, was ich dazu sagen soll.
Jedenfalls würde ich das Buch keinem Jugendlichen empfehlen, der gerne Teenie-Romanzen liest. Denn "Nur noch ein einziges Mal" ist keine Romanze! Es geht zwar um die Liebe, doch auch um viel mehr, das mit diesem Thema in Verbindung steht.
Ich darf gar nicht zu viel darüber schreiben, weil ich sonst etwas offenbaren würde. Nur glaubt mir, wenn ich behaupte:
Dieses Buch beinhaltet eine klare Botschaft. Sie ist ernst, sie ist realistisch. Und sie rührt zu Tränen.

Sabrina S. Says:

Rezension folgt!


All diese Bücher haben mich echt fertig gemacht. Sie haben mich dazu veranlasst, meine Vergangenheit zu überdenken. Sie haben mich von der Liebe träumen lassen, mir jedoch auch all ihre Tücken und Tiefen gezeigt. Und vor allem haben sie mich zum Weinen gebracht.
Mehr kann ich dazu nicht sagen. Denn was sie mir geschenkt haben, ist nicht in Worte zu fassen.

Sabrina S.