Sonntag, 15. April 2018

Lesehighlights März 2018 - Jugendbuch & Fantasy

Im März 2018 habe ich mir die volle Dosis meines Lieblingsgenres gegönnt - der Fantasy. Allerdings habe ich insgesamt wenig gelesen durch die Leipziger Buchmesse, Ostern und vieles anderes, das entweder noch geheim ist oder geheim bleibt. 
Jedenfalls kann ich euch zumindest diese drei Bücher vorstellen:

JUGENDBUCH:



© Bild: www.luebbe.com

Der zweite Band der "Time School"-Reihe hat mich persönlich nicht so gefesselt wie der erste. Nicht nur wegen der Thematik (in 80 Tagen um die Welt), sondern auch, weil man die Figuren schon kannte. Allerdings entpuppen die sich als fantastisches Ensemble, mit dem man gerne Abenteuer erlebt. Sie sind einfach witzig zusammen.
Und auch sonst gefällt mir die Idee hinter der ganzen Geschichte. Kann man Fans von Zeitreise-Geschichten gut und gern empfehlen.



Sabrina S. Says:


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© Bild: www.loewe-verlag.de

Die komplizierte Geschichte vom "Schicksalsjäger" zieht einen richtig in ihren Bann. Dank der kurzen Kapitel fliegt man auch recht schnell hindurch. Und dann dieses Ende!
Allerdings zieht es sich ein wenig, bis man dorthin kommt. Zwar tröstet die ein oder andere Überraschung über die Längen hinweg, aber irgendwie bleibt vieles nicht im Gedächtnis haften.



Sabrina S. Says:


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FANTASY:



© Bild: www.droemer-knaur.de
Grundsätzlich mag ich ja Göttergeschichten, wobei mich die nordische Mythologie manchmal schon ein wenig abschreckt. Hier kommt selten Neues an Ideen vor. Die Charaktere sind festgelegt - und so auch hier.
Zwar tauchen mit Kára und Tyr zwei göttliche Wesen auf, die irgendwie anders sind, aber das ganze Buch ist ziemlich simpel gestaltet, sodass es eher so vor sich hin plätschert.
Richtig schade, denn im Ansatz finden sich in "Die Götter von Asgard" gute Ideen.


Sabrina S. Says:


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Ja, leider muss ich sagen, das war's auch schon wieder. Zwar habe ich noch ein paar andere Bücher im März begonnen, aber erst im April beendet. Darum findet ihr die auch erst in den Lesehighlights vom nächsten Monat. Doch vorbeischauen lohnt sich! Ich kann schon jetzt sagen, es sind zwei Reihen-Finale dabei - welches mich wohl mehr überzeugt hat? 
Das müsst ihr selbst herausfinden in gut einem Monat ;)

Sabrina S.
 

Samstag, 14. April 2018

Rezension "Der Glanz der Dunkelheit" von Mary E. Pearson

https://www.luebbe.com/de/der-glanz-der-dunkelheit/id_6270023
© Bild: www.luebbe.de

Lia schafft es, in ihre Heimat Morrighan zurückzukehren. Doch da sie dort immer noch als Verräterin gesucht wird, könnte eine Warnung von ihr auch falsch verstanden werden. Ganz zu schweigen davon, dass die wahren Feinde des Reiches sie am liebsten tot sehen würden.
Das Einzige, worauf sie sich verlassen kann, ist die Unterstützung ihrer Freunde. Kaden tut alles, um Lia bei ihren Plänen zu helfen, aber ist sein Bedürfnis nach Rache vielleicht stärker?
Und was ist mit Rafe? Wird er das Risiko eingehen, seine Krone zu verlieren, um die Frau zu schützen, die er liebt?
Die letzte Schlacht wird über das Schicksal der Verbliebenen entscheiden.


Die Geschichte:
Der Fokus liegt eindeutig auf den politischen Vorgängen, die zur letzten Schlacht der drei Reiche Morrighan, Dalbreck und Venda führen. Allerdings sind die Ereignisse immer wieder mit zwischenmenschlichen Komplikationen getränkt. Inzwischen ist es unmöglich geworden, die Figuren nur noch als einfache Personen anzusehen, da sie alle so sehr in die Politik verstrickt sind. Genau diese Konflikte machen das Buch spannend. Zumindest zwischenzeitlich. Gegen Ende wird das Meiste doch eher schnell aufgelöst, der Schluss ist da, bevor man sich versieht.
Das wiederum fand ich nicht besonders gut gestaltet, nur die letzten paar Seiten sind noch mal befriedigend, da sie die Stimmung der gesamten Reihe noch einmal wiederaufnehmen.

Die Charaktere:
Abgesehen von Lia fand ich die anderen Figuren am Schluss recht farblos. Selbst die Perspektivenwechsel haben mich weder Kaden noch Rafe oder Pauline näher gebracht. Ich bekam den leisen Eindruck, dass ihre Emotionen an Wichtigkeit verloren haben, sodass die Autorin bei der Schilderung nicht mehr in die Tiefe gegangen ist.
Eigentlich schade, denn obwohl ich die reifer gewordene Version von Lia sehr mochte, hätte ich mir doch eine stärkere Verbindung zu den Personen an ihrer Seite gewünscht. Vor allem, weil eben jene auch neue Bande untereinander knüpfen. Das kam um Längen zu kurz, sodass ich am Schluss nicht mal mehr sagen konnte, ob ich Kaden oder Rafe lieber mochte.
Und auch die Rolle des Komizars wurde ziemlich minimiert, obwohl er ja angeblich der zentrale Bösewicht ist, der das Unmögliche immer wieder wahr macht.

Der Schreibstil:
Lias Perspektive fand ich gut geschildert, man tauchte auch tief in ihre Emotionen ein. Manchmal verschleiert der Stil allerdings die Gefühlswelt, vieles wird recht nüchern beschrieben. Und wie in den Vorgängerbänden hoben sich auch die Erzählstimmen nicht genug voneinander ab.
Ansonsten wurde die gesamte Atmosphäre jedoch gut geschildert und übermittelt, der Text las sich angenehem und flüssig.

Mein Fazit:
Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen, da man zwischendrin kaum aufhören konnte zu lesen. Die Stimmung ist zwar nicht durchgehend zum Bersten gespannt, aber die Entwicklungen machen einen neugierig auf das Ende. Und Lia konnte mich zum Schluss richtig überzeugen als starke Protagonistin, ihre Entwicklung ist total gut gelungen.
Leider muss ich wegen dem rapiden Schluss und der mangelnden emotionalen Verbindung zu den anderen Charakteren bei der Bewertung etwas abziehen. Trotzdem meiner Meinung nach der zweitbeste Band der Reihe nach Teil 2.

Sabrina S. Says:





                                                                                

Erschienen bei one (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 29.03.2018

ISBN: 978-3-8466-0060-3
Hardcover, 448 Seiten

Preis E-Book: 13,99 € (D)
Preis Hardcover: 18,00 € (D)

Auch als E-Book erhältlich

Originaltitel: The Beauty of Darkness

Bestellbar unter anderem bei Bastei Lübbe, Amazon und Thalia
                                                                                 
Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von One (Bastei Lübbe) zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 8. April 2018

Rezension "Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!" von Lauren Blakely

https://www.harpercollins.de/mira/mr-o-ich-darf-dich-nicht-verfuhren
© Bild: www.harpercollins.de

Nick Hammer ist ein erfolgreicher Comiczeichner. Seine "Abenteuer des Mister Orgasmus" laufen sogar regelmäßig im Spätabendprogramm. Über mangelnden Erfolg oder fehlendes weibliches Interesse kann er sich also nicht beklagen.
Als ihn allerdings die Schwester seines besten Freundes fragt, ob er ihr Nachhilfe im Dating gibt, muss er feststellen, dass in seinem Leben womöglich doch etwas fehlt: die perfekte Frau.
Könnte Harper Holiday vielleicht diejenige sein? Doch die steht ja eigentlich auf einen anderen Kerl. Abgesehen davon ist die kleine Schwester des besten Freundes ja sowieso tabu ... eigentlich zumindest.



Die Geschichte:
Also mit Innovation habe ich ja sowieso nicht gerechnet, als ich das Buch als Rezensionsexemplar angefragt habe. Aber dass es so dermaßen ins Klischeehafte abdriftet ... puh, ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht habe, um die Geschichte zu beenden.
Das einzig wirklich Besondere sind die Berufe der beiden Protagonisten. Nick als Comiczeichner mit einer erfolgreichen Comic-Sex-Show und Harper als Magierin für Kinderpartys. Das passt ja scheinbar gar nicht zusammen.
Aber man merkt schon recht schnell, dass die beiden einander wollen. Wofür sie anscheinend gegenüber einander blind sind. Also das war so was von dermaßen nervig, dass immer wieder erwähnt wurde, dass aus den beiden sowieso nichts werden könnte. Und irgendeine Art Spannung kommt leider auch gar nicht auf, quasi alles ist vorhersehbar und unspektakulär gelöst.

Die Charaktere:
Was soll ich dazu sagen? Irgendwie ist es ja witzig, wie Nick und Harper harmonieren. Und man taucht auch ganz gut in Nicks Gedanken ein (vielleicht ein wenig zu gut), aber hat der Kerl eigentlich nichts anderes als Sex im Kopf? Ticken Männer wirklich so, wenn sie total heiß auf eine Frau sind? Hoffentlich nicht - Harper wirkte die meiste Zeit eher wie ein Sexobjekt auf zwei Beinen.
Und so sah sie sich scheinbar auch. Was sie da mit Nick veranstaltet, passt überhaupt nicht zu dem Eindruck, den er anfangs von ihr hat. Angeblich ist sie total unsicher, was Sex und so was angeht, im nächsten Moment gibt's Dirty Talk, schmutzige Fotos und Berührungen ohne Ende. Außerdem ist sie natürlich ein Naturtalent in allem. Und dann diese fehlende Willenskraft! Wenn Nick sagt "Spring", springt sie. So einfach ist das. Als einen Charakter habe ich sie nicht gesehen, sie ist lediglich eine eindimensionale Figur.

Der Schreibstil:
Vulgär. Ja, das trifft es wohl am besten. Man hat das Gefühl, mindestens alle zwei Seiten ist einmal irgendwie von Sex die Rede. Oder wie heiß Harper ist. Und die Sexszenen dehnen sich unendlich lang aus, weil dazwischen so viel Dirty Talk kommt.
Eindeutig mehr Sex als Handlung, zu wenig emotional. Immerhin ein wenig witzig, das rettet das Geschreibsel.

Mein Fazit:
Was soll ich noch großartig sagen? Das Buch scheint aus Klischees und Sex zu bestehen. Nick ist ja irgendwie noch ganz witzig, aber etwas übertrieben. Harper finde ich charakterlos und widersprüchlich. Die Kombination der beiden ist insgesamt okay, die traumhafte Liebesgeschichte wirkt allerdings aufgesetzt.
Sorry, beim besten Willen kann ich da nicht mehr Bücherstapel vergeben ...

Sabrina S. Says:




                                                                                

Erschienen bei mtb (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 05.02.2018

ISBN: 978-3-95576-708-2
Taschenbuch, 304 Seiten

Preis E-Book: 8,99 € (D)
Preis Taschenbuch: 9,99 € (D)

Auch als Taschenbuch erhältlich

Originaltitel: Mister O

Bestellbar unter anderem bei Harper Collins, Amazon und Thalia

                                                                                  


Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Mira Taschenbuch (Harper Collins) zur Verfügung gestellt.

Samstag, 7. April 2018

Rezension "Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter" von Sarah J. Maas

https://www.dtv.de/buch/sarah-j-maas-das-reich-der-sieben-hoefe-3-sterne-und-schwerter-76206/
© Bild: www .dtv.de
Um diejenigen zu schützen, die ihr wichtig sind, hat sich Feyre zurück an den Frühlingshof begeben. Ihren Aufenthalt dort nutzt sie, um Zwietracht und Verderben in Tamlins Reihen zu säen. Tamlin, der sie sie so sehr liebt, dass er sich sogar mit dem größten Feind überhaupt verschworen hat. 
Feyre würde alles tun, um den König von Hybern aufzuhalten und Prythian vor seiner Herrschaft zu bewahren. Doch als sie Tamlin entkommen und zu ihrem Seelengefährten zurückkehren kann, scheint ihr Gegner bereits fast unbezwingbar zu sein. Ihre einzige Chance ist es, sich mit den anderen High Lords und den Menschenvölkern zu verbünden - doch das ist leichter gesagt als getan.
Werden es Feyre und Rhysand schaffen, den König von Hybern zu töten und den Kessel zu zerstören? Oder werden sie und ihre Familie von der Übermacht niedergestreckt?

Die Geschichte:
Das Ende von Band 2 hat mich schon neugierig gemacht, wie sich die Sache zwischen Feyre und Tamlin noch entwickeln würde. Wobei das im Vergleich zu all den anderen Vorkommnissen wirklich nur eine mindere Rolle spielt. Kein Wunder, dass das Buch so viele Seiten hat. Es passiert einfach so unendlich viel. Wobei man auch nichts streichen könnte, alles hat seinen Sinn und seinen Platz. Es greift so unvorstellbar gut ineinander, dass man immer weiter lesen möchte.
Zwar gab es ab und an ein paar Längen, zum Beispiel bei den Verhandlungen, dennoch war das beinahe unvermeidlich. Schließlich musste alles logisch bleiben, all das Misstrauen, all das Pläneschmieden.
Gut gefallen hat es mir auch, dass am Ende die letzte Schlacht recht ausführlich beschrieben wurde. Oft passiert es in Büchern, dass der Schluss schnell abgehandelt und aufgelöst wird. Hier war das nicht der Fall, sodass man ständig Angst um die unterschiedlichen Charaktere hatte.

Die Charaktere:
So sehr Feyre auch alles in Ordnung zu bringen versucht, sie ist einfach keine klare Sympathiefigur. Sie war mir im Laufe der Reihe erst zu passiv und schließlich zu aggressiv. Mir hat ein bisschen der Ausgleich gefehlt, der sie zu einem Lieblingsprotagonisten gemacht hätte. Gut fand ich allerdings, das sie das im Buch selbst auch irgendwann erkennt.
Rhys war in "Sterne und Schwerter" mehr denn je der strahlend-dunkle Held. Der fast alles in Ordnung bringen kann, weil er der Mächtigste ist. Doch von der Angst ihm gegenüber war gar nicht mehr so viel zu spüren. Ich weiß auch nicht - irgendwie hat er mir im 3. Band an Farbe verloren.
Dafür tauchte man umso tiefer in die Gefühlswelten anderer Figuren ein. Nesta, Elain, Mor, Azriel, Cassian, Amren und sogar Lucien offenbarten mehr und mehr ihres Innersten. Hat mir gut gefallen.
Und auch die anderen High Lords fand ich überwiegend ganz interessant. Nur Tamlin war am Schluss einfach nur noch lästig und beinahe unwichtig. Es tut mir wirklich leid für ihn, was die Autorin aus ihm im Laufe der Reihe gemacht hat. Sogar ich konnte ihm am Schluss fast keine Sympathie mehr abgewinnen - und ich war ein großer Fan von ihm in Band 1.

Der Schreibstil:
Wieder bildgewaltig, brutal, ironisch, erotisch ... eine Mischung aus allem, was man so machen kann. Und trotz dieser vielen Details kommen immer noch Emotionen rüber. Das ist ja das Wichtigste und genau das hat mir in Band 2 ein wenig gefehlt. Hier dagegen taucht man wieder ziemlich tief in Verzweiflung, Liebe, Gefahr und Freundschaft ab.
Allerdings sind es, wie bereits erwähnt, über 700 Seiten. Da muss das auch passieren, sonst hält man das nicht durch. Vor allem nicht, wenn man es tatsächlich bereits mit 14 Jahren liest. Hier würde ich wieder die Altersempfehlung auf 16 setzen.

Mein Fazit:
Nach Band 2 hätte ich eigentlich nicht erwartet, dass mich das (vorläufige) Finale der Reihe doch noch so fesseln würde. Doch anscheinend hatte ich mich inzwischen an die Umstände gewöhnt, sodass ich auch gut mit Feyre und Rhys als Paar leben konnte. Obwohl mich eher die anderen Figuren fasziniert haben in "Sterne und Schwerter".
Insgesamt betrachtet kann ich schwer negative Punkte finden, die die Bewertung runterziehen. Einziges Manko (Vorsicht, angedeuteter Spoiler!): Ich hätte mir am Schluss noch einen emotionaleren Todesfall gewünscht. Einfach um die mühsam aufgebaute Gefahr noch mal zu einem glaubhaften Ende zu bringen, das die Atmosphäre der Bücher widerspiegelt.
Trotzdem ein wirklich gelungener Abschluss des "Reichs der sieben Höfe".
Sabrina S. Says:

 



                                                                                

Erschienen beim dtv Verlag
Erscheinungsdatum: 09.03.2018

ISBN: 978-3-423-76206-9
Hardcover, 752 Seiten

Preis 21,95 € (D), 22,60 € (A)

Auch als E-Book erhältlich

Originaltitel: A Court of Wings and Ruin

Bestellbar unter anderem beim dtv Verlag, Amazon und Thalia

                                                                                 

Samstag, 31. März 2018

Rezension "Die Götter von Asgard" von Liza Grimm

https://www.droemer-knaur.de/buch/9559344/die-goetter-von-asgard
© Bild: www.droemer-knaur.de
Die Studentin Ray wird aus ihrer alltäglichen Welt herausgerissen, als sie Kára begegnet. Denn diese ist kein normales Mädchen, sondern Teil der beinahe vergessenen Götterwelt. In dieser existiert eine Prophezeiung, die den Untergang von Asgard bedeuten könnte.
Damit dies nicht passiert, darf es nie wieder einen Helden geben. Doch gerade Ray ist dazu auserwählt, zu einem zu werden. Absolut verrückt!
Und da wären ja auch noch Thor und Loki, die jeder ihre eigenen Pläne mit Ray haben. Ganz zu schweigen von Tyr, der Rays Herz jedoch schnell zum Höherschlagen bringt.
Wird sie es dennoch schaffen, zur Heldin zu werden? Und bedeutet das wirklich den Untergang der bekannten Götterwelt?


Die Geschichte:
Göttergeschichten spriesen ja an jedem Ende hervor, darum bin ich auch immer skeptisch. Die nordische Mythologie interessiert mich zugegebenermaßen eigentlich nicht ganz so sehr, da mir die Geschichten mit dem bösen, listigen Loki so langsam auf die Nerven gehen. "Die Götter von Asgard" konnte an meiner Meinung leider nicht viel ändern.
Zwar kommen durch die Götterkonflikte manchmal lustige Situationen zustande, aber wirklich überraschen konnte mich die Geschichte nicht. An manchen Stellen habe ich durchaus Hoffnung geschöpft, dass etwas Unerwartetes passiert (zum Beispiel bei der Szene mit dem Nachtmahr). Allerdings verzog sich das schnell wieder und am Ende wurde alles recht schnell gelöst. Das Konfliktpotenzial war zwar gegeben, aber mir fehlte das Dramatische, die Gefahr.
Und was sollte dieser Epilog? Den habe ich ja gar nicht verstanden ...

Die Charaktere:
Leider stellten sich die Götter als ziemlich klischeehaft heraus, den Eigenschaften entsprechend, die ihnen zugesagt werden. Vor allem Loki und Thor konnten mich weder überraschen noch überzeugen.
Dagegen stachen die anderen Hauptfiguren umso deutlicher hervor. Ray war eine sympathische Figur, deren Zweifel man durchaus nachvollziehen konnte. Es war gut möglich, sich in sie hineinzuversetzen.
Auch Tyr mochte ich ganz gerne, wenn er auch eigentlich recht schweigsam war insgesamt. Man konnte ihn nur schwer durchschauen, genau wie seine Gefühle. Aber im Fantasy-Genre liegt darauf ja sowieso nicht der Fokus, also war das in Ordnung.
Meine Lieblingsfigur war Kára. Sie hatte einen klar gemalten Charakter, dem sie treu blieb bis zum Ende. Sie ist stark und dennoch menschlich konstruiert. Leider wurde ihre Rolle zunehmend kleiner, was ich schade fand.

Der Schreibstil:
Geschrieben war das Buch gut. Leicht lesbar, nicht übermäßig ausgeschmückt, wie es sonst häufig bei der Phantastik der Fall ist. In der Hinsicht gleicht "Die Götter von Asgard" eher einem Jugendbuch, abgesehen von dem Mangel an tiefen Gefühlen.
Auch die Komik fand ich gut dosiert, wenn diese auch oft den Klischees geschuldet war.

Mein Fazit:
Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch mit teils sympathischen Charakteren, teils jedoch klischeehaften Götterbildern. Mir hat ein wenig das Besonderes gefehlt, die Spannung war insgesamt recht niedrig gehalten. Der Fokus lag eher auf Rays Konflikten mit sich selbst als auf der Gefahr um sie herum. Da hätte vielleicht noch etwas mehr kommen müssen. Die Probleme waren ja gegeben, wurden nur zu schnell umgangen oder aufgelöst. Schade, denn die grundsätzlichen Ideen gefielen mir eigentlich.

Sabrina S. Says:





                                                                                 

Erschienen bei Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 01.03.2018

ISBN: 978-3-426-52252-3
Taschenbuch, 304 Seiten

Preis 12,90 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Droemer Knaur, Amazon und Thalia

                                                                                

Samstag, 24. März 2018

Rezension "Schicksalsjäger - Ich bin deine Bestimmung" von Stefanie Hasse

© Bild: www.loewe-verlag.de

Obwohl Kiera weiß, dass sie das Richtige getan hat, ist ihr Herz gebrochen. Und demjenigen, den sie liebt, darf sie auch nie wieder zu nahe kommen.
Aber können sie und Phoenix sich wirklich voneinander fernhalten? Vor allem jetzt, da der Schleier zwischen den Welten immer durchlässiger wird und ein Monster nach dem anderen auf die Menschen losgeht.
Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam gegen den Zufall zu kämpfen. Doch der hat mächtige Verbündete.
Können Kiera und ihre Freunde gegen diese Feinde bestehen? Oder wird sich das Schicksal gegen sie wenden?




Die Geschichte:
Das Buch ist weit komplexer, als es auf den ersten Augenblick erscheinen mag. All die Hintergründe, die nach und nach ans Licht kommen, verleihen der Geschichte etwas Besonderes, mit dem man nicht rechnet. Allerdings überfordern einen all die Details nach und nach ein wenig. Man kann beinahe froh sein, wenn man zum Ende kommt, wo alles aufgelöst wird. Was dieses Mal auch nicht zu schnell geht, was bei Stefanie Hasses sonstigen Büchern manchmal der Fall war.
Und der Schluss ist echt super, wenn er auch so manche Frage offen lässt. Aber irgendwie passt es trotzdem.

Die Charaktere:
In diesem Band merkt man wirklich, wie viel Kiera und Phoenix einander bedeuten. Sie können einfach nicht voneinander lassen, egal, was sie damit anrichten. Am liebsten hätte ich beide manchmal geschüttelt wegen dem Risiko, das sie eingehen. Andererseits sind sie natürlich auch süß zusammen ...
Cody tat mir im Buch ein wenig leid. Genau wie im ersten Band ist er die ganze Zeit nur ein Spielball. Ihm fehlt so ein wenig die entscheidende Rolle, die einen Hauptcharakter meines Erachtens ausmacht. 
Genau wie Hayden, dessen Wichtigkeit man zwar nicht infrage stellen kann, der aber nicht wirklich viel beiträgt. Meistens ist es doch am Ende Phoenix, der die Probleme löst.

Der Schreibstil:
Mir gefielen bei der Fortsetzung wieder vor allem die kurzen Kapitel, durch die man meistens hindurchflog. Auch der einfache Schreibstil an sich trug dazu bei. Ein wenig emotionaler hätte das Ganze noch geschrieben sein können, an sich gibt es hier jedoch nicht viel auszusetzen.

Mein Fazit:
Es fehlte mal wieder so ein bisschen das letzte Quäntchen. Es gibt so viel zu entdecken, dass einem das Gesamtbild teilweise abhanden kommt. Die Geschichte bleibt einem nicht wirklich im Gedächtnis, obwohl man während des Lesens total mitfiebert. Eigentlich kann ich dieses Phänomen selbst nicht richtig verstehen, immerhin wollte ich stets unbedingt weiterlesen. Und das Ende von "Schicksalsjäger" fand ich auch richtig gut ausgedacht.
Darum vergebe ich auch die gleiche Bewertung wie für Teil 1.

Sabrina S. Says:





                                                                                  

Erschienen beim Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 12.03.2018

ISBN: 978-3-7855-8570-2
Hardcover, 416 Seiten

Preis: 16,95 € (D), 17,50 € (A)

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem beim Loewe Verlag, Amazon und Thalia