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Mittwoch, 26. August 2020

Rezension "An Ocean Between Us" von Nina Bilinszki

(c) Droemer Knaur

Averys Ballettkarriere endet, bevor sie beginnt, als sie in einen Autounfall verwickelt wird. Danach muss sie ihr Leben komplett umkrempeln. Ohne ihre Zukunft vor sich sehen zu können, geht sie aufs College und sucht nach ihrem Weg.
Dabei begegnet sie Theo, dem Schwimm-Star des Colleges. Zuerst hält sie ihn für arrogant, doch je besser sie ihn kennenlernt, desto mehr gefällt ihr, was sie sieht. Aber je stärker ihre Gefühle für ihn auch wachsen, die Vergangenheit verfolgt Avery. Kann sie sie wirklich hinter sich lassen oder holt der Unfall sie ein? Und wie wird Theo auf die Narbe reagieren, die sie für immer gezeichnet hat?



Die Geschichte:
Ich hatte eine emotionale Geschichte erwartet, die zeigt, wie sich Avery verwandelt. Von der jungen Frau, die nichts als Ballett im Kopf hat, zu der verletzten Studentin ohne Perspektive - und dann zu jemandem, der mutig seinen Weg sucht. Unterstützt durch die Liebe.
Stattdessen wurde der Zeitraum zwischen dem Unfall und Averys Studienbeginn übergangen, sodass sie bereits eine Wandlung hinter sich hatte, die man nicht mitgekriegt hat. Und eine weitere dazu, da sie gar nicht so verloren wirkt, wie man es erwarten könnte. Klar, es wird erwähnt, dass sie nicht weiß, wie es weitergehen soll. Aber hier hätte etwas mehr Drama einfließen können. Sie wirkte eigentlich das ganze Buch über recht gefasst - selbst die Wendung verstört sie zwar, jedoch wird auch hier wieder übersprungen. Große Gefühlsausbrüche fehlen komplett. Weder im schlimmen noch im romantischen Sinne.
Dazu muss ich leider sagen, dass es im ganzen Buch keine Überraschungen gab. Bei New Adult kann Vorhersehbarkeit schon mal vorkommen, bei "An Ocean Between Us" allerdings wusste ich genau, wie die Geschichte weitergehen würde bzw. welches "große" Geheimnis das Problem im Buch ist. Womit ich persönlich wiederum ein Problem habe.

Die Charaktere:
Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber die Personen haben sich in meinen Augen oftmals widersprüchlich verhalten. Vor allem Avery wirkte nicht so deprimiert (weder am Anfang noch kurz vor Ende) oder perspektivenlos, wie ich die natürliche Reaktion eingeschätzt hätte. Die Zeitsprünge machen ihre Wandlung zunichte. Dazu kommt, dass ihre Verletzung zwar erwähnt wird, aber so richtig schlimm, wie man es erwartet, nachdem sogar ihr Ballett-Traum daran zerplatzt, würde ich es anhand der wenigen Schmerzen und Averys Aktivitäten nicht einschätzen.
Bei Theo schwankte ich immer zwischen Sympathie und Antipathie. Seine Entscheidungen waren manchmal nachvollziehbar, manchmal nicht. Er verhielt sich oft verantwortungslos, was mich überhaupt nicht anspricht.
Die Nebenfiguren, z.B. Lizzie, waren mir hier (wieder mal) sympathischer als die beiden Protagonisten.

Der Schreibstil:
Anfangs dachte ich noch, dass es ein schöner Schreibstil ist. Ich bin auch immer noch der Meinung, dass er gut ist. Je weiter ich jedoch gekommen bin, desto mehr fiel mir die Einfachheit auf. Bei der wörtlichen Rede tauchten sehr viele Verben auf, wie jemand etwas sagt - zugehörige Handlung oder Gedanken hin oder her. Die Sprache ist auch sehr simpel, ohne viele Schnörkel und Poetik. Ich brauche das normalerweise nicht in Büchern, in "An Ocean Between Us" hat es mir etwas gefehlt, da dadurch auch mehr Emotionen transportiert werden können. Bei mir kamm jedoch nicht wirklich viel an. Kein Schmerz, keine Trauer, keine Wut. Und noch schlimmer: keine tiefgehende Liebe.

Mein Fazit:
Hätte man den Schreibstil noch etwas ausgebaut, hätte ich vielleicht etwas mehr über die restlichen Punkte hinwegsehen können. Dann wären mir wahrscheinlich die Hauptfiguren auch sympathischer gewesen. So muss ich allerdings sagen, dass mich der Roman nicht überzeugen konnte. Alles war zu flach und vorhersehbar.
Für jemanden, der als Leser neu ins New-Adult-Genre einsteigen will, ist "An Ocean Between Us" perfekt. Grundsolides, prototypisches New Adult wird hier praktiziert. Für jemanden wie mich, der inzwischen schon diverse New-Adult-Bücher gelesen hat, reicht das nicht mehr. Es gibt deutlich stärkere Romane in diesem Genre. Also leider ein persönlicher Fehlgriff.

Sabrina S. Says:

(eigentlich 2,5, hier aufgerundet auf 3)



                                                                                 

Erschienen bei Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 01.09.2020

ISBN: 978-3-426-52614-9
Klappenbroschur, 352 Seiten

Preis 12,99 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

 Bestellbar unter anderem bei Droemer Knaur

                                                                                

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Knaur zur Verfügung gestellt.

Dienstag, 4. August 2020

Rezension "Sommer der Wahrheit" von Nele Neuhaus

(c) ullstein
Sheridan Grant ist 15 Jahre alt, als sie das erste Mal verhaftet wird. In einem kleinen Städtchen in Nebraska, wo jeder jeden kennt, nicht gerade das Beste für den Ruf der Familie. Und dabei hat sie sowieso schon einen schweren Stand als adoptiertes Kind der angesehenen Grant-Familie.
In der sie sich nie wirklich zu Hause gefühlt hat. Ihr Vater ist fast nie zu Hause, ihre Brüder kümmern sich nur sporadisch um sie und ihre Mutter scheint sie ohnehin zu hassen.
Darum bleibt Sheridan nichts anderes übrig, als sich mit sich selbst zu beschäftigen. Oder mit den unterschiedlichsten Männern, die in ihr Leben treten - und wieder daraus verschwinden. Wie soll sie nur jemals herausfinden, wer wirklich zu ihr passt? Und wie kann sie ihren Traum von der Musik wahrmachen?


Die Geschichte:
Ich war mir am Anfang nicht sicher, was ich von der Geschichte erwarten sollte. Ein junges Mädchen auf dem Land, in den USA der 90er-Jahre. So ganz anders als die Leute um sie herum. Ständig in Schwierigkeiten, manchmal absichtlich, manchmal nicht. Es war wirklich eine Geschichte, wie man es am besten nicht macht. Als jemand, der sich selbst lieber anpasst, um nicht zu viele Schwierigkeiten zu bekommen, kam ich nicht gut mit all dieser Rebellion klar. Abgesehen davon ist wirklich eine Menge passiert und es war schwierig, den Überblick zu behalten, wie viel Zeit vergangen ist.
Das Spannendste an dem Buch war eigentlich die Hintergrundgeschichte rund um Sheridans wahre Eltern und was die mit ihrer jetzigen Familie zu tun haben. Darauf hätte meines Erachtens viel mehr der Fokus liegen sollen als auf Sheridans sehr wechselhaften Schwärmereien und "Beziehungen".
Es ist in dem Buch einfach zu viel zusammengekommen, zu viel passiert. Und nichts hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Charaktere:
Ich glaube, ich hatte selten mit einer Erzählerin zu tun, die mir so unsympathisch war. Klar, Sheridan ist noch jung und da spielen die Gefühle und Hormone verrückt. Aber sie konnte sich wirklich auf nichts festlegen. Ihr Traum von der Musik war auch eher so Nebensache. Immer nur waren ihr gefühlt die Männer wichtig - deren feuchter Traum sie auch war. Wirklich, es stand irgendwie jeder Mann, der nicht mit ihr verwandt war (na ja, vielleicht war nicht mal das ein Hindernis) auf sie. Dass sie so jung ist, war immer ein Thema, jedoch nie ein wirkliches Hindernis. Es war einfach zu viel Liebesdrama, als dass man richtige Sympathie für Sheridan oder einen der Männer entwickeln konnte.
Außerdem waren die sowieso viel zu schnell wieder weg. Ein zu wechselndes Ensemble stört mich persönlich auch, da man keine Verbindungen mit den Figuren eingehen kann.
Die Einzigen, die ich wirklich mochte in dem Buch, waren Sheridans Brüder (ausgenommen Esra).

Der Schreibstil:
Mir war der Stil viel zu sachlich, viel zu sehr auf den Punkt. Es waren Aussagen, die wurden als selbstverständlich hingenommen. Gefühlsmäßig kam kaum etwas rüber. Sherdian findet den einen Mann so anziehend, dass sie mit ihm schlafen möchte. Okay. Sheridan fühlt eine merkwürdige Anziehung zu einem Mann, den sie kaum kennt und erst recht nicht leiden kann. Dabei weiß man als Leser kaum, wie dieser Mann aussieht. Er ist auf einmal da, er findet Sheridan attraktiv und interessant und schon ... na ja, den Rest kann man sich fast denken.
Es glich mehr einem Bericht als einem spannenden Roman. Hier stand eindeutig mehr die nüchterne Realität im Vordergrund als die Entwicklung der Hauptfigur.

Mein Fazit:
Obwohl ich schon wissen wollte, wie es weitergeht bzw. endet, konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Es schoss komplett an meiner favorisierten Erzählweise vorbei. Jugendbücher haben teilweise mehr Tiefe als dieser belletristische Roman. Fast würde ich sagen, ich bin mit 26 Jahren noch zu jung, um "Sommer der Wahrheit" wertschätzen zu können - obwohl die Hauptfigur im Teenageralter ist. Es war mir einfach zu abgestumpft. Auf eine merkwürdige Weise grausam und dennoch appellierte es nicht an mein Empathieempfinden.
Insgesamt gesehen mag der Roman vielleicht nicht schlecht sein. Nele Neuhaus schreibt auf ihre eigene Weise gut. Wegen meines persönlichen Buchgeschmacks kann ich der Geschichte allerdings nur eine solide Bewertung geben.

Sabrina S. Says:





                                                                                

Erschienen bei Ullstein
Erscheinungsdatum: 3.8.2020

Dieser Roman erschien bereits mit dem gleichen Titel unter dem offenen Pseudonym Nele Löwenberg im Jahr 2014 (zur Originalausgabe).

ISBN: 9783548062518
Klappenbroschur, 512 Seiten

Preis 11,99 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Ullstein

                                                                                 

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Ullstein zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Rezension "Verity" von Colleen Hoover

https://www.dtv.de/buch/colleen-hoover-verity-23012/
(c) dtv
Als der Erfolg ihrer Bücher ausbleibt, droht Lowen das Schicksal, aus ihrer Wohnung geworfen zu werden. In der sie eigentlich ohnehin nicht bleiben möchte, da schlimme Erinnerungen damit verknüpft sind.
Da kommt das Angebot eines großen Verlags gerade recht: Sie soll die Buchreihe der Bestseller-Autorin Verity Crawford zu Ende schreiben, da diese nach einem Unfall nicht mehr dazu imstande ist.
Um alle Unterlagen zu sichten, bietet Veritys Ehemann Jeremy Lowen an, vorerst bei ihnen unterzukommen. Doch je länger sie bei der Familie ist, die mit so vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen hat, desto mehr Geheimnisse entdeckt sie. Und die meisten davon sind nicht nur schockierend, sondern mit dem Tod verbunden ...


Die Geschichte:
Wenn man so viel Positives über ein Buch hört, geht man mit einer gewissen Vorsicht heran. Dabei war ich mir sicher, dass mich Colleen Hoover nicht enttäuschen wird. Was auch nicht passierte. Wie all die Handlungsstränge und Gefühle miteinander verflochten sind, wie sich alles entwickelt - es war glaubhaft und dramatisch zugleich. Ich hatte keinen Moment das Gefühl, es wäre zu unrealistisch, zu sehr aufgebauscht für ein Buch. Auch die Mischung aus belletristischem Roman, Liebesgeschichte und Thriller war gut gemacht. Ich hatte zudem wirklich gehofft, dass am Ende noch der große Clue kommt, wie es für Thriller meist typisch ist. Was glücklicherweise der Fall war. Colleen Hoover weiß einfach, wie man Geschichten aufbaut und Leser bis zum Ende fesselt.

Die Charaktere:
Ich mochte die Figuren. Und ich fand sie realistisch gestaltet. Ich dachte allerdings, sie würden mich noch etwas mehr überraschen. Ich bin wahrscheinlich mit zu viel Thriller-Erwartung herangegangen, wo die Protagonisten einen auch oft sprachlos zurücklassen, weil man etwas nicht von ihnen erwartet hat.
Die einzig wirkliche Überraschung war hier Verity. Bei der man bis zur letzten Seite nicht weiß, wer sie wirklich ist. Das hat die Autorin geschickt eingefädelt.
Jeremy war als Mann und Love Interest sehr passend. Auch sehr dreidimensional. Aber irgendwas hat mir bei ihm gefehlt, sodass ich mich nicht mit Lowen in ihn verliebt habe. Ich kann es nicht genau beschreiben, tendenziell würde ich allerdings sagen, er war mir zu perfekt.

Der Schreibstil:
Muss ich dazu noch großartig etwas sagen nach den Lobeshymnen weiter oben? Colleen Hoover hat eine einfache und dennoch flüssige und packende Art, durch ihre Geschichten zu führen. Man fühlt mit, man leidet mit. Man wird überrascht, die Spannung wird in richtigem Maße aufrechterhalten. Hier gibt es fast nichts zu mäkeln.
Ich würde sogar so weit gehen, dass Colleen Hoover für mich einen der besten Schreibstile hat, die ich kenne.

Mein Fazit:
Mit "Verity" kommt die Autorin sehr dicht an meinen Favoriten "Nur noch ein einziges Mal" (hier geht es zu meiner Rezension) heran. Ich finde, sie hat den Bogen raus, Romane mit Thriller-Elementen zu mischen. Sie mit Drama zu spicken, aber nicht übertrieben wirken zu lassen. Trotz der sehr außergewöhnlichen Situation in "Verity" erschafft sie eine Realität, wie sie wirklich aussehen könnte. Und dazu die Wendung am Schluss ... Auch wenn ich nicht zu 100 Prozent erstaunt war, sie lässt einen zugleich befriedigt und unbefriedigt zurück. Eigentlich das perfekte Ende.

Sabrina S. Says:


(Tendenz eher 4,5, aber auf 5 Bücherstapel aufgerundet)


                                                                                

Erschienen bei bold (dtv Verlag)
Erscheinungsdatum: 13.3.2020

ISBN: 978-3-423-23012-4
Klappenbroschur, 368 Seiten

Preis 14,90 € (D)

Auch als E-Book erhältlich

Originaltitel: Verity

Bestellbar unter anderem bei bold/dtv

                                                                                  

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von bold (dtv) zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 16. April 2020

Rezension "Sommerzauber in Paris" von Sarah Morgan

https://www.harpercollins.de/products/sommerzauber-in-paris-9783959674584
(c) HarperCollins
Grace dachte, das Schlimmste, was ihr passieren könnte, wäre der Auszug ihrer volljährigen Tochter. Doch weit gefehlt! An ihrem fünfundzwanzigste Hochzeitstag eröffnet ihr Mann ihr, dass er die Scheidung möchte.
Die geplante Reise nach Paris dürfte damit ja wohl auch ausfallen - oder nicht? Nein, nicht mit Grace. Sie nimmt das Abenteuer an, reist allein in die Stadt der Liebe und begegnet prompt der jungen Audrey, die ebenfalls nach Paris vor ihren Problemen geflüchtet ist. 
Durch Audreys mangelnde Französischkenntnisse und den Job in einer kleinen Buchhandlung nähern sich die beiden an. Und motivieren sich dazu, über ihre Grenzen zu gehen. Auch, was die Liebe angeht ...



Die Geschichte:
Am Anfang dachte ich noch nicht, dass die Geschichte etwas so Besonderes sein würde. Eine betrogene Ehefrau, ein Mädchen, das vor seiner Familie flüchtet, alles schon tausendmal gelesen. Aber die Art und Weise, wie sich die Geschichte entwickelt, war wunderschön. Nicht so, dass man mit vielem nicht rechnet. Nein, man ahnt schon, was teilweise passieren wird. Doch es ist so zauberhaft erzählt, dass man die Geschehnisse auch herbeisehnt.

Die Charaktere:
Grace' Wandlung geht vielleicht einen Hauch zu schnell voran, ansonsten war sie wirklich super als Figur. Charakterstark und hilfsbereit, einfach zum Gernhaben.
Audrey mochte ich ebenfalls sehr, sie ist ein Wildfang, gleichzeitig merkt man ihr jedoch an, dass sie schnell erwachsen werden musste.
Die Nebencharaktere waren auch sehr authentisch, vor allem Mimi und David. Einzig Etienne fand ich etwas zu perfekt.

Der Schreibstil:
Ich kannte den Schreibstil von Sarah Morgan bereits durch andere ihrer Bücher. Er ist nicht sonderlich tiefsinnig oder ausschweifend, aber das braucht er auch gar nicht zu sein. Er passt einfach zu den Geschichten, die sie erzählen will. So auch bei "Sommerzauber in Paris".
Ich kam auch recht schnell voran beim Lesen, was mich persönlich mehr anspricht als eine verschnörkelte Sprache, bei der man jeden Satz zweimal lesen muss oder die Hälfte davon überliest.

Mein Fazit:
Eine tolle Geschichte, um Mut zu machen. Für die Liebe, für Abenteuer, für Vertrauen. Man fühlt sich einfach wohl beim Lesen, will dass es ein gutes Ende gibt, aber will gleichzeitig nicht aufhören zu lesen. Ich kann auch sagen, dass ich mit allen Entwicklungen so weit sehr zufrieden war - was nicht häufig geschieht.

Sabrina S. Says:





                                                                                 

Erschienen beim HarperCollins Germany
Erscheinungsdatum: 24.03.2020

ISBN: 978-3-95967-458-4
Klappenbroschur, 416Seiten

Preis 15,00 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei HarperCollins Germany

                                                                                  

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von HarperCollins zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Rezension "Save us" von Mona Kasten

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/save-us/id_6459504?
© Bild: www.luebbe.de


Ruby kann es kaum fassen, was ihr vorgeworfen wird: eine Affäre mit ihrem Lehrer zu haben! Und es wird noch schlimmer. Die scheinbar alles sagenden Fotos wurden von niemand anderem als James gemacht. Hat sie ihm zu schnell vertraut und vergeben?
James steht währenddessen vor der schwierigen Entscheidung, ob er Ruby oder seiner Schwester beistehen soll. Doch dies ist nicht die einzige Entscheidung, die er für sein Leben treffen muss. Wird es ihm möglich sein, das Glück zu finden, oder muss er der Pflicht nachgeben?




Die Geschichte:
Im Grunde werden weder der Klappentext noch meine eigene Zusammenfassung dem Buch gerecht. Denn "Save us" besteht aus viel mehr als aus Ruby und James und ihrer Liebe. Lydia, Alistair, Amber und all die anderen Figuren und ihre Kämpfe mit dem Leben, das macht den letzten Teil der Reihe aus. Und obwohl bestimmt viele sagen, dass das Ende der "Maxton Hall"-Trilogie nicht das hält, was am Anfang versprochen wurde, würde ich das Gegenteil behaupten. Die Reihe wurde mit den Adjektiven "sexy, romantisch und märchenhaft" angepriesen - und genau so endet sie auch.

Die Charaktere:
Egal, wen man sich anschaut, jede Figur ist im Grunde ein Charakter für sich. Sie haben Ecken und Kanten, Gefühle und Gedanken. Sie sind menschlich, haben auch ihre Fehler. Mit diesen umzugehen oder sie zu überwinden, davon lebt die Reihe.
Dass Ruby und James ein wenig in den Hintergrund rücken, finde ich auch halb so wild. Wichtiger ist es, den anderen Charakteren Spielraum zu geben, damit sie ebenfalls erkennen, was sie wollen. 
Und ich denke, dass sich beinahe jeder Leser in einem der Erzähler wiederfinden kann. Das ist es, was das Buch so toll macht.

Der Schreibstil:
Leicht zu lesen und dennoch wahnsinnig gefühlvoll. Man kann sich problemlos in die Figuren hineinversetzen, was ja das Allerwichtigste im Young/New Adult-Bereich ist.
Gut ist ebenfalls, dass man anhand der vielen Perspektivenwechsel auch mal nur kleine Teile zwischendurch lesen kann. Könnte allerdings auch ein Nachteil sein, weil man den Überblick behalten muss.

Mein Fazit:
Man bekommt das, wofür die Bücher stehen. Und ich persönlich kann damit sehr gut leben, weil es ein befriedigendes Ende ist. Eines, das vielleicht nicht typisch spannend, aber trotzdem dramatisch ist. Und ja, realistisch ist das Ganze vielleicht nicht, aber es lädt zum Träumen ein. Und ich denke, das ist es, worauf Mona Kasten aus war. Wir als Leser sollen sehen, dass wir aus scheinbar ausweglosen Situationen etwas Wundervolles machen können. Und das ist ihr gelungen.

Sabrina S. Says:





                                                                                 

Erschienen beim Lyx-Verlag (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 31.08.2018

ISBN: 978-3-7363-0671-4
Paperback, 374 Seiten

Preis Paperback: 12,90 € (D) 
Preis E-Book: 9,99 € (D)

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Lyx, Amazon und Thalia

                                                                                 
Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 30. August 2018

Rezension "Wild Games - In einer heißen Nacht" von Jessica Clare

https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/liebesromane/wild-games-in-einer-heissen-nacht/id_6582711
© Bild: www.luebbe.de

Abbys Herz schlägt für den Journalismus - doch ihre Chefin zwingt sie kurzerhand, undercover bei einer Reality-Show mitzumachen. Um ihren Job nicht zu verlieren, willigt Abby ein und landet schließlich auf einer einsamen Insel.
Zusammen mit den anderen Kandidatinnen kämpft sie fortan ums Weiterkommen und das große Geld. Doch die größte Herausforderung ist nicht die Show, sondern ihr Teamkollege Dean. Der ist absolut unausstehlich, arrogant, viel zu ehrgeizig - und wahnsinnig attraktiv. Mit jedem Tag wird es für Abby schwieriger, ihm zu widerstehen.
Als er sie dann auf einmal küsst, wird alles auf den Kopf gestellt. Was ist hier noch Show und was sind wahre Gefühle?



Die Geschichte:
Als Kind der 90er-Jahre bin ich natürlich mit Reality- und Casting-Shows groß geworden. Darum bin ich neugierig gewesen, wie eine Autorin dieses Thema verpackt. Ich hatte damit gerechnet, dass mehr über die Hintergründe so einer Show geschrieben wird. Schließlich wurde Abby dorthin geschickt, um eine Exklusiv-Story nach Hause zu bringen, die sehr viel aufdeckt. Davon war allerdings wenig zu lesen. Es ging beinahe nur darum, wie sich Abbys und Deans Beziehung entwickelt. Ab und an mal eine Challenge und etwas Kommunikation mit den anderen Kandidaten, das war die ganze Geschichte.
Na ja, nicht ganz. Man wird doch noch mal überrascht am Schluss. Danach geht das Ganze jedoch genauso schnell zu Ende, wie es angefangen hat. Die Geschichte wird etwas zu flott erzählt.

Die Charaktere:
Als Journalistin hätte ich Abby von vornherein etwas anders eingeschätzt. Nicht so kleinlaut am Anfang und nicht so frech zum Schluss. Außerdem hat sie während der Show viel zu viel den Kerl im Kopf anstatt des Grundes, wegen dessen sie hier ist: die Story und ihr Job.
Dean war schwer einzuschätzen. Spielt er eine Rolle, warum ist er dort, wie steht es um seine Gefühle? Das alles hat ihn irgendwie mysteriös gemacht - ganz zu schweigen von der beschriebenen Attraktivität. Da ist es einfach, ihn anzuschmachten. Zwar ist er recht typisch für einen Erotik-Roman, aber man kann ihm wie Abby doch irgendwie nicht widerstehen.

Der Schreibstil:
Heiß, aber nicht zu heiß. Man bekommt auch noch genug von Abbys Gefühlen mit und wird nicht plump mit Sexszenen überhäuft. Trotzdem kommt alles außen herum ein wenig zu kurz. Und die kleinen Zeitsprünge am Anfang und am Ende haben mir weniger gefallen.
Insgesamt jedoch leicht zu lesen, man rauscht geradezu durch die nicht mal 300 Seiten.

Mein Fazit:
Das Buch ist wie ein Flirt. Durch das attraktive Äußere wird man darauf aufmerksam, dann kommt man ihm näher, es fühlt sich gut und aufregend (und heiß) an - und dann ist es vorbei. Für zwischendurch also super geeignet, um sich aufzumuntern. Allerdings geht alles etwas zu schnell, man verliert das große Ganze aus den Augen wegen der Liebe.
Schweren Herzens muss ich eine mäßige Bewertung abgeben. Das Cover war leider schöner als die Geschichte.

Sabrina S. Says:

 


                                                                                 

Erschienen bei Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 29.6.2018

ISBN: 978-3-404-17700-4
Taschenbuch, 239 Seiten

Preis: 10,00 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Bastei Lübbe, Amazon und Thalia

                                                                                

Sonntag, 19. August 2018

Rezension "Verliebt bis in die Fingerspitzen" von Sarah Morgan

https://www.harpercollins.de/mira/verliebt-bis-in-die-fingerspitzen
© Bild: www.harpercollins.de

Zusammen mit ihrer Schwester Harriet führt Fliss eine erfolgreiche Hunde-Gassi-Geh-Firma. Darin blüht sie richtig auf und kann vergessen, was in ihrer Vergangenheit alles schiefgelaufen ist.
Doch als auf einmal ihre Jugendliebe Seth in New York auftaucht, fürchtet sich Fliss davor, dass alles zusammenbrechen könnte. Darum flüchtet sie prompt zu ihrer Großmutter in die Hamptons - nur um dort wieder auf Seth zu treffen. Panisch gibt sie sich als ihre Zwillingsschwester aus, in der Hoffnung, dass sie nach der Begegnung so weitermachen kann wie bisher.
Aber heißt es nicht, alte Liebe rostet nicht?



Die Geschichte:
Es ist süß und witzig gemacht von Sarah Morgan, wie die Figuren miteinander agieren. Dadurch entwickeln sich interessante Handlungsstränge. Leider überraschen die meisten nicht wirklich, nur ab und zu geschieht etwas schwer Vorhersehbares. Für die leichte Liebesroman-Sparte schon in Ordnung, aber insgesamt fehlte die große Überraschung, die einen in seinen Bann zieht.

Die Charaktere:
Fliss ist ein ziemlich zwiespältiger Charakter. Einerseits wahnsinnig tough, andererseits richtig verletzlich. Irgendwie wirkte das gleichzeitig authentisch und unglaubwürdig. Zumindest zu Anfang, im Laufe der Geschichte ändert sich das ein wenig. Nur im Umgang mit ihrer Schwester und ihrer Großmutter fand ich sie richtig sympathisch.
Seth fällt in die typische Traummann-Kategorie. Trotz so mancher Probleme, die er hat, wirkte er etwas zu perfekt auf mich. Und er war so sehr auf Fliss fixiert, ist ihr quasi ständig aus Versehen über den Weg gelaufen, das hat in mir ein wenig Unbehagen hervorgerufen.

Der Schreibstil:
Eine gute Mischung aus witzig und ernst. Wobei Sarah Morgan eindeutig das Witzige besser transportieren kann. Die ernste Seite der Geschichte war zwar auch wichtig, kam aber nicht so gut rüber wie die lustigen Stellen.
Leider waren auch ein wenig zu viele Wiederholungen von Gedanken und Gefühlen vorhanden, das hat irgendwann etwas genervt. Das Buch hätte etwas kürzer auch funktioniert.

Mein Fazit:
Süß und witzig - das ist "Verliebt bis in die Fingerspitzen" auf jeden Fall. Ich musste häufig schmunzeln, genauso häufig jedoch auch den Kopf schütteln. Zu viel Wiederholung, zu viel Drama und bei der Liebesgeschichte fehlt auch das gewisse Etwas.
Insgesamt eine gute Geschichte, die sich leider etwas zieht. Man hätte meines Erachtens noch etwas mehr herausholen können.

Sabrina S. Says:





                                                                                 

Erschienen beim mtb (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 04.06.2018

ISBN: 978-3-95649-785-8
Taschenbuch, 304 Seiten

Preis: 9,99 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Harper Collins, Amazon und Thalia

                                                                                 
Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Mira Taschenbuch (Harper Collins) zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 18. Juli 2018

Rezension "Auszeit ins Glück" von Kayte Nunn

https://www.piper.de/buecher/auszeit-ins-glueck-isbn-978-3-492-30970-7
© Bild: www.piper.de

Mattie Camerons Leben in London scheint beinahe perfekt: ein Job, in dem sie gut ist, eine beste Freundin an ihrer Seite und ein toller Freund. Als bei einem Skiausflug ein Unfall geschieht, verliert Mattie zwei der besten Faktoren.
Weil sie kaum eine andere Wahl hat, kehrt sie daraufhin zu ihrem Bruder nach Australien zurück, um das alles zu verarbeiten. Dabei wollte sie eigentlich nicht ins idyllische Shingle Valley zurückkehren. Und schon gar nicht Charlie Drummond wiedersehen, der ihr Herz einst heftig zum Klopfen gebracht hat ...





Die Geschichte:
Für den Sommer eine tolle Geschichte, die alles beinhaltet, was ein Roman haben muss: liebenswerte Charaktere, ein Ort zum Träumen, Drama, Freundschaft und natürlich die Liebe.
Die Handlung mag nicht wahnsinnig innovativ sein (wen wundert's), dafür kann das Buch mit Mattie als starker und gleichzeitig verletzlicher Hauptfigur überzeugen. Und auch die anderen Charaktere punkten mit Charme und Kampfgeist. Für zwischendurch ist die Geschichte gut geeignet.
Und man muss nicht den Vorgänger "Ein Weinberg zum Verlieben" gelesen haben, um alles zu verstehen. (Schaden kann es allerdings auch nicht!)

Die Charaktere:
Man spürt den Konflikt von Mattie in jeder Szene: den Wunsch, zurückzukehren in ihr neues Leben, oder an dem Ort zu bleiben, an dem in Wahrheit ihr Herz hängt.
Und auch die anderen Erzählerstimmen fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Man lernt nicht nur Mattie und Rose besser kennen, sondern viele andere Bewohner des Shingle Valley, die man ins Herz schließt.
Insgesamt ein tolles Ensemble!

Der Schreibstil:
Flüssig, leicht, nicht zu ausgeschmückt. Ein einfacher Schreibstil für ein einfaches Buch. Vielleicht fehlt ab und an etwas die Tiefgründigkeit der Gefühle, aber das ist zu verkraften.
Fürs schnelle Lesen zwischendurch gemacht.

Mein Fazit:
Ich habe von diesem Sommerroman von vornherein keine Wunder bezüglich einer überraschenden Geschichte erwartet. Zwar kommen ab und an kleine Wendungen vor, insgesamt bleibt das Ganze jedoch vorhersehbar von Handlung und Stil her.
Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und für den Sommer ist es toll für zwischendurch geeignet. Und ins Shingle Valley würde ich jetzt auch gerne mal reisen!

Sabrina S. Says:





                                                                                

Erschienen bei Piper
Erscheinungsdatum: 03.04.2018

ISBN: 978-3492309707
Taschenbuch, 400 Seiten

Preis Taschenbuch: 10,00 € (D)
Preis E-Book: 9,99 € (D)

Originaltitel: Angel's Share

Bestellbar unter anderem bei Piper, Amazon und Thalia
                                                                                 
Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Piper zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 11. März 2018

Lesehighlights Februar 2018 - Belletristik und New Adult

Also, in diesem Post wird es emotional. Denn die Bücher, die ich im Februar im Genre New Adult bzw. bei den belletristischen Romanen gelesen habe, sind so voll mit Gefühlen, das kann ich teilweise gar nicht in Worte fassen. Und zumindest im Schriftlichen bin ich eigentlich nicht auf den Mund gefallen!
Doch ich will nicht länger drum herum reden. Schaut euch einfach meine Highlights an. (Und dieses Mal kann man wirklich fast nur von Highlights sprechen.)

BELLETRISTIK:


https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Before-you-go-Jeder-letzte-Tag-mit-dir/Clare-Swatman/Blanvalet-Taschenbuch/e501359.rhd
© Bild: www.randomhouse.de
Da ich meine Vergangenheit auch in so mancherlei Hinsicht gerne ändern würde, musste ich dringend dieses Buch lesen, um herauszufinden, ob es tatsächlich einen Sinn macht, sich das zu wünschen.
Tja, leider macht es das. Denn wie Kleinigkeiten die zukünftigen Ereignisse beeinflussen können, zeigt "Before you go" deutlich. Und ich muss zugeben, auch wenn weder der Schreibstil noch die Figurenkonstruktion überragend sind, mich hat die Geschichte total berührt. Das passiert mir eigentlich selten, wenn ein Faktor nicht ganz stimmig ist. Aber hier haben mich die Thematik und die gesamte Stimmung mitgerissen.
Und der Roman hat mir etwas klar gezeigt: Vielleicht lohnt es sich ja doch, an Wunder zu glauben.

Sabrina S. Says:



NEW ADULT:



https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/verliere-mich-nicht/id_6353396?
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"Berühre mich nicht" hat mich gefühlsmäßig total überzeugt. "Verliere mich nicht" hat das leider nicht mehr geschafft. Die Hintergründe, die im ersten Band noch recht mau gehalten waren, kamen im zweiten Teil nicht klar genug raus. Die Verzweiflung war nicht mehr so hoch, das Ende leider zu kurz und zu schwach.
Außerdem wurden ziemlich klischeehafte Ereignisse eingeflochten, mich hat eigentlich kaum mehr etwas überrascht.
Darum muss ich, selbst wenn es mir leidtut, eine mittelmäßige Bewertung vergeben.

Sabrina S. Says:

 

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https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/save-me/id_6345354?
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Also ein großer Fan von Klischees bin ich ja nicht, wie ihr wisst. Reicher, beliebter Junge und armes/mittelständiges Mädchen in der Kombination vermeide ich sowieso lieber, weil ich schon in etwa erahnen kann, wie die Geschichte abläuft oder wie sie ausgeht.
Na ja, "Save Me" hat mich eines Besseren belehrt. Denn hier liegt der Fokus tatsächlich auf den sich entwickelnden Gefühlen, auf dem starken Kontrast von Rubys und James' Welten. Hier geht es nicht darum, wie geil die Protagonisten aufeinander sind (vgl. "Paper"-Reihe von Erin Watt). Es geht auch nicht um dieses altbekannte "Wir dürfen niemals zusammen sein, weil das verboten ist".
In diesem Buch werden von vornherein die Aussichtslosigkeit und die Hoffnung so kombiniert, dass man sich nicht sicher sein kann, wie es weitergeht. Gleichzeitig wünscht man sich nichts sehnlicher als ein Happy End, obwohl man sich kaum vorstellen kann, dass eins möglich ist.
"Save Me" hat mir gleichzeitig das Herz erwärmt und herausgerissen.

Sabrina S. Says:


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https://www.dtv.de/buch/colleen-hoover-nur-noch-ein-einziges-mal-43283/
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Und ein weiteres Mal im Februar ist mir das Herz gebrochen worden (im literarischen Sinne). Zwar hatte ich von Colleen Hoover schon "Weil ich Layken liebe" gelesen und wusste, wie die Autorin ernste Thematiken in eine Geschichte verpackt, aber so radikal wie hier ... puh, keine Ahnung, was ich dazu sagen soll.
Jedenfalls würde ich das Buch keinem Jugendlichen empfehlen, der gerne Teenie-Romanzen liest. Denn "Nur noch ein einziges Mal" ist keine Romanze! Es geht zwar um die Liebe, doch auch um viel mehr, das mit diesem Thema in Verbindung steht.
Ich darf gar nicht zu viel darüber schreiben, weil ich sonst etwas offenbaren würde. Nur glaubt mir, wenn ich behaupte:
Dieses Buch beinhaltet eine klare Botschaft. Sie ist ernst, sie ist realistisch. Und sie rührt zu Tränen.

Sabrina S. Says:

Rezension folgt!


All diese Bücher haben mich echt fertig gemacht. Sie haben mich dazu veranlasst, meine Vergangenheit zu überdenken. Sie haben mich von der Liebe träumen lassen, mir jedoch auch all ihre Tücken und Tiefen gezeigt. Und vor allem haben sie mich zum Weinen gebracht.
Mehr kann ich dazu nicht sagen. Denn was sie mir geschenkt haben, ist nicht in Worte zu fassen.

Sabrina S.

Samstag, 3. März 2018

Rezension "Save Me" von Mona Kasten

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/save-me/id_6345354
© Bild: www.luebbe.de
Eigentlich will Ruby ihr letztes Schuljahr an der renommierten Privatschule Maxton Hall dafür nutzen, in Oxford aufgenommen zu werden. Dafür tut sie alles - zum Beispiel sich von all den priviligierten Mitschülern, ihren Partys und Eskapaden so gut es geht fernhalten.
Doch als sie etwas beobachtet, was sie nicht hätte sehen sollen, ändert sich ihr strukturiertes Leben schlagartig. Denn sie kennt nun ein Geheimnis der genauso reichen wie berühmten Familie Beaufort. Deren Erbe James kann natürlich nicht zulassen, dass es ans Tageslicht gelangt. Von nun an begegnen sich die beiden ständig und schon bald können sie sich ihr Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen. 
Doch haben Gefühle in einer von Macht und Geld regierten Welt überhaupt eine Chance?


Die Geschichte:
Seufz ... Ja, das trifft es wohl am besten. Denn die Geschichte ist ebenso romantisch wie dramatisch, traurig und einfach zum Verrücktwerden. Nichts scheint zusammenzupassen und dennoch passt eben alles. 
Manchmal war ich mir nicht sicher, ob das Buch zu übertrieben ist, was die Welt der Reichen und Schönen angeht, aber wahrscheinlich habe ich zu wenig Ahnung, um das beurteilen zu können. Jedenfalls erkennt man sehr klar den Kontrast zu Rubys bodenständiger Existenz, was ja beabsichtigt ist. Die Liebesgeschichte macht dadurch einen umso aussichtsloseren Eindruck, doch man kann sich ihr nicht entziehen, nicht aufhören zu hoffen.

Die Charaktere:
Ruby und James, sie wachsen einem beide ans Herz. Jeder hat seine eigenen Probleme, ist ein Individuum. Trotzdem sind sie untrennbar miteinander verbunden. Und man spürt beim Lesen, wie diese Verbindung entsteht. Ich konnte die Emotionen nachverfolgen, als wären es meine eigenen. Das passiert mir eigentlich nicht oft, vielleicht hat es mich darum umso mehr mitgenommen - und sehnsüchtig nach der Liebe gemacht mit all ihren Facetten.
Aber auch die Nebenfiguren sind essenziell für die Handlung, man fiebert mit, wann deren Geheimnisse ans Licht kommen. Allerdings werden wir uns da noch etwas gedulden müssen ... jedoch ist Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude 😏

Der Schreibstil:
Ich habe mich echt gefragt, wie die Autorin es schafft, mit solch einem einfachen, gut lesbaren Schreibstil so tiefgründig zu erzählen. So viele Gefühle heraufzubeschwören. 
Einziges winziges Manko: Die Sicht wechselte manchmal zu lange nicht. Bei zwei Perspektiven hätte ich mir mehr Ausgleich gewünscht.

Mein Fazit:
"Save Me" bewegt sich zwar in einem klischeehaften Milieu für den New-Adult-(Erotik)-Bereich, aber im Gegensatz zu zum Beispiel der "Paper"-Reihe waren hier so viele nachvollziehbare Emotionen im Spiel, dass mich das nicht gestört hat. Bei dem Buch lag der Fokus nicht auf dem wahnsinnig attraktiven und ebenso reichen Typen, der das unschuldige Mädchen abschleppen will. Es ging wirklich darum, die Gegensätzlichkeit der Welten, der beiden Protagonisten herauszuarbeiten. Und das ist Mona Kasten auf einfache, aber dennoch ausdrucksvolle Weise gelungen.
Ich bin immer noch total geflasht und freue mich riesig auf die Fortsetzung "Save You" (erscheint im Mai).

Sabrina S. Says:





                                                                                 

Erschienen beim Lyx-Verlag (Bastei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 23.2.2018

ISBN: 978-3-7363-0556-4
Paperback, 416 Seiten

Preis 12,90 € (D) 

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Lyx, Amazon und Thalia

                                                                                

Sonntag, 10. September 2017

Lesehighlights August 2017 - Belletristik

Belletristik ist ja ein weites Feld und dieses Mal habe ich gleich drei Subgenres für euch: New Adult, Drama/Roman und historischer Frauenroman (nicht zu verwechseln mit normalen historischen Romanen!). Welches wohl mein Favorit ist? Gleich wisst ihr es 😉

BELLETRISTIK:


https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/feel-again/id_6176307Ach ja, leider schon der Abschluss der "Again"-Reihe. Aber ein mehr als würdiger. Im Vergleich zu den Vorgängern beinhaltet er deutlich weniger erotische Szenen, was ich wichtig fand, da sie nicht zu der Entwicklung von Sawyer und Isaac gepasst hätten.
Diese ist übrigens von beiden Seiten sehr glaubwürdig. Vielleicht etwas weniger tragisch als in den Teilen zuvor, aber dennoch berührend. Dieses Mal ist es weniger ein Kampf mit der Herkunft oder der Vergangenheit, sondern mit sich selbst. Und das rückt die Figuren näher an den Leser. Absolut toll - also unbedingt lesen!


Sabrina S. Says:

 



https://www.rowohlt.de/taschenbuch/ein-ganz-neues-leben.htmlDie Fortsetzung zu "Ein ganzes halbes Jahr" hat mich vor allem deshalb interessiert, weil ich wissen wollte, wie man eine Geschichte weiterführen kann, die eigentlich beendet ist. Ich hatte felsenfest damit gerechnet, dass der Roman nicht an den Vorgänger heranreicht. Von der Tragik her ist das vielleicht sogar so. Aber emotinal ist "Ein ganz neues Leben" trotzdem. Und zwar in vielfältiger Hinsicht.
Wirklich, hier wurden so viele verschiedene Aspekte verarbeitet und verknüpft, jeder dramatischer als der nächste. Und trotzdem gibt es eine gewisse Komik, die das Ganze etwas auflockert.
Insgesamt hat mich der Roman positiv überrascht. Manchmal zog sich die Handlung ein wenig, das Buch ist aber trotzdem lesenswert.

Sabrina S. Says:




https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/frauenromane/der-hortensiengarten/id_5758238Romane, die zu Weltkriegszeiten spielen, davon lasse ich eigentlich lieber die Finger. Aber hier haben mich das wunderschöne Cover und das im Klappentext erwähnte Familiengeheimnis gelockt.
Als ich zu lesen begonnen habe, habe ich nicht damit gerechnet, dass hier auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Zumindest nicht dauerhaft. Und erst recht hätte ich nicht gedacht, dass die Vergangenheit interessanter ist als die Gegenwart - die mich eigentlich gereizt hat.
Es war also ein literarisches Überraschungpaket. Ein ziemlich gutes sogar. Der Roman war nicht zu langwierig, kam mit Überraschungen um die Ecke. Vor allem gegen Ende wurde es noch mal spannend.
Einziges Manko: Die Figuren handelten manchmal nicht ganz nachvollziehbar. Trotzdem ein schöner Roman.

Sabrina S. Says:



So, nach diesem positiven Fazit müsste ich eigentlich zufrieden sein. Stattdessen frage ich mich, ob ich inzwischen so alt bin, dass ich sogar Frauenunterhaltung gut finde. "Ein ganz neues Leben" und "Der Hortensiengarten" sind ja doch eher an erwachsenes Publikum gerichtet von den Thematiken her ...
Na ja, was soll's. Ich bin inzwischen 23 Jahre alt, da kann man auch Bücher abseits von Young Adult gut finden, oder? 😃

Sabrina S.

Sonntag, 13. August 2017

Lesehighlights Juli 2017 - Belletristik

Die Belletristik ist natürlich ein weites Feld und kaum als Genre zu sehen. Eigentlich müsste ich bei diesem Beitrag sogar auf "New Adult" ausweichen. Aber ich mache es mir (und euch) lieber etwas leichter bzw. übersichtlicher und bleibe beim Oberbegriff Belletristik 😃

BELLETRISTIK:


"Nachtblumen" von Carina Bartsch

https://www.rowohlt.de/taschenbuch/carina-bartsch-nachtblumen.html Meine Entscheidung, dieses Buch zu lesen, hing weniger von davon ab, dass mich die älteren Werke der Autorin so begeistert haben. Die fand ich zwar auch nicht schlecht, aber auch nicht überragend (wahrscheinlich war ich zu jung für New Adult, als ich die gelesen habe).
Jedenfalls hat mich "Nachblumen" vor allem wegen des Klappentextes aufmerksam gemacht. Das schüchterne Mädchen, das sich nichts traut - das kenne ich zu gut von mir selbst. Darum wollte ich wissen, wie Jana mit diesem Problem umgeht. Und ich muss sagen, dass Carina Bartsch es wirklich gut dargestellt hat, wie schwer es Jugendliche haben können, zu sich selbst als Erwachsene zu finden. 
Leider hat mir der letzte Teil des Buches weniger gut gefallen, darum ein Bücherstapel Abzug. Doch ansonsten wirklich empfehlenswert!

Sabrina S. Says:




"Begin again" von Mona Kasten

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/begin-again/id_6110760 Da die ganze "Again"-Reihe so gut bei den Lesern ankommt, kam ich nicht drum herum, sie auch anzufangen. Der erste Band "Begin again" leitet auch sehr gut in die Trilogie ein. Die Hauptfiguren aller Teile tauchen auf, wobei es sich erst einmal um die Liebesgeschichte zwischen Allie und Kaden dreht. Der verhält sich aber manchmal etwas widersprüchlich in meinen Augen, das fand ich nicht hundertprozentig glaubhaft.
Trotz allem zeigt das Buch auf sehr gelungene Weise, dass man sich manchmal erst von seiner Vergangenheit lossagen muss, bevor man das Leben führen kann, das man wirklich will. Nicht jeder muss die Rolle ausfüllen, in die er hineingeboren wird. Man darf (und soll!) zu sich selbst finden. Und dazu auch gerne die Liebe seines Lebens 😉

Sabrina S. Says:



"Trust again" von Mona Kasten

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/trust-again/id_6110776Auf Teil 2 war ich sogar noch mehr gespannt. Denn Dawn bietet als Hauptfigur ein paar mehr Aspekte, in die ich mich hineinfühlen kann - zum Beispiel, was das Schreiben angeht.
Ich wurde auch nicht enttäuscht. Dawns Weg zu neuem Vertrauen in die Welt ist nachvollziehbar gestaltet. Auch ihre Chemie mit Spencer ist total niedlich, obwohl sie sich strikt dagegen wehrt. Dass hinter seiner Fassade auch noch einiges mehr steckt, kam nicht unerwartet, doch um was es ging, fand ich im ersten Moment schockierend. Bietet damit jedoch etwas sehr Interessantes, das überrascht.
Gestört haben mich nur ein wenig die vielen erotischen Szenen. Stellenweise kamen die sehr dicht hintereinander. Aber ansonsten ein gutes Buch.

Sabrina S. Says:



New Adult habe ich bis jetzt nicht so oft gelesen, obwohl ich mich quasi in genau dieser Phase meines Lebens befinde. Dieses Selbstfindungsthema ist hier essentiell, und ich muss sagen, während des Lesens wird man doch hin und wieder neidisch, wie es den Protagonisten gelingt, zu sich selbst und der Liebe zu finden. Zwar machen sie auch einiges durch, aber letztendlich bekommen sie ihr Happy End. Da frage ich mich doch, wann es bei mir so weit ist 😁
Aber hier geht es ja nicht um mich, sondern um Bücher. Also: Kein Fehlgriff dabei, Leserin happy. 

Sabrina S.

Sonntag, 16. Juli 2017

Lesehighlights Juni 2017 - Belletristik und Thriller

Da ich letzten Monat die Thriller eher gemieden habe (obwohl noch ein paar bei mir herumliegen), fasse ich das Genre heute mit der Belletristik, also den Romanen, zusammen. Tatsächlich bin ich im Juni damit etwas besser gefahren als im April/Mai. Vielleicht lerne ich langsam zu filtern, was mir gefallen könnte und was nicht 😆

BELLETRISTIK:




https://www.rowohlt.de/taschenbuch/gegen-liebe-ist-kein-kraut-gewachsen.html
Bild: www.rowohlt.de
Ein wenig übers Gärtnern lernen, während man einen Roman liest - auch nicht schlecht. Vor allem, da nützliche Anbau-Tipps vor jedem neuen Kapitel standen, das war eine ganz witzige Idee.
Auch sonst war das Buch nett und flüssig zu lesen. Die Figuren machten einen kreativen Eindruck, der zur Stimmung passte. Und der Tonfall hat mich auch überzeugt angesichts Lilians Vorgeschichte.
Die Liebesgeschichte fand ich dagegen etwas zu flach und unausgereift, ansonsten war das Buch für zwischendurch schön zu lesen. Solides Mittelmaß.


Sabrina S. Says: 



 "Der Mann, der zu träumen wagte" von Graeme Simsion

http://www.fischerverlage.de/buch/der_mann_der_zu_traeumen_wagte/9783810530318
Bild: www.fischerverlage.de
Nachdem ich das "Rosie-Projekt" als Hörbuch gehört habe, wollte ich unbedingt den neuen Roman von Graeme Simsion ausprobieren. Vor allem da das Thema erste Liebe etwas ist, das mich auch hin und wieder beschäftigt.
Tatsächlich war das Buch vielschichter, als ich es erwartet habe, und damit kann ich es als lesenswert einstufen. Auch Simsions spezielle Art, sich auszudrücken, kam wieder durch. Diesen Wiedererkennungswert findet man nicht bei allen Autoren, vor allem in der Belletristik. Darum Däumchen hoch!


Sabrina S. Says:



THRILLER:



https://www.randomhouse.de/Paperback/Into-the-Water-Traue-keinem-Auch-nicht-dir-selbst-/Paula-Hawkins/Blanvalet-Hardcover/e455642.rhd
Bild: www.randomhouse.de
"Girl on the Train" habe ich nicht gelesen, aber als Film gesehen. Passend dazu erschien dann "Into the Water", weshalb ich dachte, warum nicht mal ein Buch von Paula Hawkins ausprobieren.
Zugegebenermaßen war ich etwas irritiert wegen der vielen Perspektiven. Streckenweise bin ich gar nicht richtig mitgekommen, wer jetzt eigentlich mit wem verwandt ist, wer mit wem was hatte und so weiter.
Das war ein Faktor, der die Spannung etwas beeinträchtigt hat. Denn eigentlich finde ich es gut, wie Hawkins den Verdacht wegen vergangener Verbrechen immer wieder auf neue Leute lenkt. Hätte Potenzial nach oben gehabt.

Sabrina S. Says:



Mittelmäßiges Fazit, was meine gelesenen Romane für Erwachsene angeht. Da mich die Jugendbücher auch nur zum Teil überzeugt haben, habe ich im Juni wohl keine richtigen Glücksgriffe gemacht.
Na ja, der Juli wird Besseres bringen, das kann ich jetzt schon sagen. Seid also gespannt auf nächsten Monat.

Ach ja, und nicht vergessen! Jeden Samstag findet ihr hier auf dem Blog eine neue Jugendbuch-Rezension zu den in den Highlights vorgestellten Titeln!

Sabrina S.