Samstag, 31. Dezember 2016

Mein Lesejahr 2016 - Mittelalterlich, dystopisch, fantastisch

Ein weiteres Jahr ist vorbei und ich muss zugeben, 2016 war ein sehr wechselhaftes Jahr für mich. Nicht nur aus der Sicht eines Lesers, sondern vor allem für mich als Autorin und als Mensch erst recht. Denn ich habe nicht nur mein Studium erfolgreich abgeschlossen, sondern mich auch erstmals auf Jobsuche begeben. Ab nächstem Jahr kann man mich dann in einer Buchhandlung antreffen - und zwar acht Stunden am Tag. Mein Beitrag übers Lesejahr 2017 wird demnach deutlich länger ausfallen, darauf könnt ihr euch verlassen ;)
Außerdem geht es für mich mal wieder in eine andere Stadt und ich habe wieder eine eigene Wohnung. Im Januar gibt es dann Umzugsstress, aber damit will ich euch nicht behelligen, hier geht es ja nicht nur um Bücher, sondern um 2016. Also hier ein paar meiner Lese-Highlights:


Zuallererst muss ich einfach auf das Buch eingehen, das mich über ein halbes Jahr begleitet hat: das Nibelungenlied. 
Darüber habe ich nämlich meine Bachelorarbeit geschrieben. Genauer gesagt über die weiblichen Protagonistinnen Brünhild und Kriemhild. Dafür musste ich dann gut Mittelhochdeutsch lesen und übersetzen können, gar nicht so einfach.
Aber es hat sich gelohnt, denn ich habe eine 1,3 auf die Arbeit bekommen, yay :D


Doch nun geht es vom Mittelalter ab ins 21. Jahrhundert. Oder eher noch weiter in die Zukunft, wenn man bedenkt, dass ich dieses Mal wieder ein paar mehr Dystopien gelesen habe. Dazu zählt zum Beispiel die "Legend"-Trilogie von Marie Lu.

Ob die Zukunft der USA tatsächlich so schlimm aussehen wird? Wer weiß ...
Eine Freundin hatte mir die Bücher empfohlen, sodass ich nicht wiederstehen konnte. Und tatsächlich muss ich sagen, dass ich von der Geschichte rund um Day und June begeistert bin. Zwar zeitweise sehr trist, aber dennoch so glaubhaft, dass es mir manchmal kalt den Rücken runtergelaufen ist.


Etwas seichter ging es da schon im letzten Band der "Selection"-Reihe zu. Zwar immer noch geprägt von politischen Spannungen, aber auf eine ganz andere Art und Weise.
Eine vermutlich häufig kritisierte Beschönigung all der Probleme, die noch kommen könnten, aber dennoch in meinen Augen eine Geschichte, die es sich zu lesen lohnt. Denn sie zeigt, dass man manchmal einfach seinem Herzen folgen muss, egal, wer man ist.
Also Daumen hoch für Eadlyn!

Und ein Knicks für Valentina Fast! In ihrer "Royal"-Reihe hat sie ein ähnliches Konzept wie "Selection" verwendet, nur dass den Kandidatinnen auf einmal vier junge Männer gegenüberstehen, von denen nur einer der Prinz ist. Bloß welcher?

Das Szenario von "Catch the Millionaire" im Monarchie-Stil fand ich nicht nur von den Liebesgeschichten toll gemacht, sondern auch vom Drumherum. Wer hätte da schon am Ende gedacht, was alles hinter dem Königreich Viterra steckt?

Das Spin-Off "Princess - Tag der Entscheidung" ist eine gute Ergänzung der Reihe, traf aber nicht ganz meine Erwartungen.

Dystopisch geht es auch in Stefanie Hasses "The Evil Me" zu. Beziehungsweise eher utopisch. Ich hatte die Ehre, die Geschichte schon vor der Veröffentlichung lesen zu dürfen, trotzdem landete das E-Book auf meinem E-Reader. Schon allein das Cover zieht einen in seinen Bann - von der Geschichte ganz zu schweigen. Toller SciFi-Thriller, absolut empfehlenswert!

Und auch Steffis Fantasy-Bücher sind nicht zu verachten. Wobei mir die "BookElements"-Reihe besser gefallen hat als "Luca & Allegra". Mal sehen, ob der zweite Teil daran etwas ändert.


Farblich passend zum "BookElements"-Abschluss ist auch der letzte Teil von "Shadow Falls After Dark" (wenn auch hier schwer erkennbar wegen des Metallic-Covers). Die Geschichte um die Vampirin Della fand ein zufriedenstellendes Ende. Wobei ich die Protagonistin an sich besser fand als die Story, muss ich sagen. Und wie auch bei der Vorgänger-Reihe "Shadow Falls Camp" war schon zu Beginn des letzten Bandes klar, wie die Liebesgeschichte ausgehen wird. Dafür würde ich in einer Rezension mindestens ein Sternchen abziehen.


Nicht gerade überragend war auch das Theaterstück "Harry Potter und das verwunschene Kind". Aber um den Hype kam ich nicht herum (auch wenn ich nicht der größte Harry-Potter-Fan bin), also führte ich es mir zu Gemüte. Ein paar nette Zeilen und stellenweise auch ganz witzig, aber die zwanzig Euro hätte ich auch besser ausgeben können. Kein weiterer Kommentar vonnöten, oder?


Wirklich witzig ist dagegen die "Verliebt in Serie"-Reihe von Sonja Kaiblinger. Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, sich über etwas lustig zu machen (vor allem nicht über Fernsehserien), aber die Autorin stellt das so geschickt an, dass man einfach grinsen muss. Und Soap Operas sind auch nicht ganz so mein Ding, also ist das verkraftbar.

Wer sich gerne über Seifenopern aufregt, ist bei dieser Trilogie auf dem richtigen Sender.

Und zuletzt hätten wir noch die obligatorische englische Lektüre von Richelle Mead. Ihr neuster Roman "The Glittering Court" war für mich ein absolutes Muss, als ich gesehen habe, wie es beworben wird: "The Selection meets Reign" - und schon war es um mich geschehen. 
Und tatsächlich fand ich das Buch nicht nur gelungen, sondern vor allem innovativ. Ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen (auch nicht "Selection"). Und obwohl ich Adelaide, die Protagonistin, zeitweise nicht ganz verstehen konnte in ihren Handlungen, hat sich das Lesen eindeutig gelohnt.
Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf den nächsten Teil der Reihe (obwohl ich dafür noch über ein halbes Jahr warten muss, seufz).

So, damit verabschiede ich mich für dieses Jahr von euch. Ich hoffe, ihr hattet ein ebenso interessantes Lesejahr wie ich. Auf dass 2017 mindestens genauso toll wird! Einen guten Rutsch wünsche ich euch allen :)

Sabrina S.

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