Dienstag, 22. November 2016

NaNoWriMo 2016 - Das Ende rückt näher, nur welches?


So langsam ist die Luft raus. Das ist jetzt die dritte Woche, in der ich jeden Tag geschrieben habe, und es kommt die Zeit, wo ich mich wirklich frage, ob ich meine Ziele erreiche. Nicht nur den Wordcount von 50.000, sondern vor allem auch mein Ziel, "Infected" zu beenden. Und hier kommt die Info ins Spiel, die ich euch letzte Woche noch vorenthalten habe:

Ich weiß nicht, wie der Roman enden soll.

Das ist mir noch nie passiert. Normalerweise arbeite ich mit der Handlung auf ein bestimmtes Ziel hin. Das Ende weiß ich sogar oft mit als Erstes. Doch nicht bei dieser Geschichte. Großartig wundern tut mich das allerdings nicht, so viele Probleme, wie mir der Roman schon bereitet hat.

Jedenfalls bin ich momentan wirklich am rätseln, ob ich zwei verschiedene Enden schreiben soll. Ein längeres, das "Infected" als Einzelband abschließt. Und eins, das eine Fortsetzung verlangt.
Nicht, dass ich unbedingt eine Fortsetzung schreiben will, aber ich stelle es mir durchaus vor, was sich noch entwickeln könnte. Vor allem da einiges unaufgelöst bleiben würde bei einem Einzelband. Beziehungsweise müsste ich verschiedenes unbefriedigend auflösen, wenn ich bei einem Einteiler bleibe. Es ist auch so verworren ...

Nächste Woche, kurz vor Ende des NaNo kann ich euch dann mehr erzählen, wie ich mich entschieden habe. Bis dahin schreibe ich erst einmal bis zu dem Punkt, wo sich beide Versionen nicht unterscheiden. Den erreiche ich voraussichtlich am Freitag. Womöglich eher, je nachdem, wie hoch mein Tagespensum ist. In der letzten Woche ist dieses ein stetiges Auf und Ab gewesen:

Tag 15 - Hälfte des Monats um, 26.704 Wörter geschrieben. Das heißt, 1.704 Wörter über dem Soll. Ein guter Tag Puffer. Da war ich noch fröhlich gestimmt, obwohl mir dreißig Wörter zum Tagespensum gefehlt haben.

Tag 16 lief sogar noch besser. Ich hatte so wenig Lust, dass ich mich mahnen musste, überhaupt zu schreiben. Die ganzen Übergänge bis zu dem Teil, der das Ende ansatzweise einläutet, habe ich geschafft, jetzt kamen wieder wichtige Szenen, die ich schon länger geplant hatte. Und ich hatte mir am Ende des Tages einen Puffer von 2.411 Wörtern angeschrieben. Besser ging es eigentlich nicht.

Tja, dann kam der Dämpfer. Tag 17 war mau. Und mit mau meine ich, dass ich nur knapp 760 Wörter geschrieben habe. So viel nachdenken bei der nächsten Szene, dass ich mich nicht mehr für den wichtigen Teil davon bereit fühlte. Aber der Puffer war ja glücklicherweise groß genug. Und die Schreibnacht stand an. War also zu verkraften.

Leider lief es während besagter Schreibnacht auch nicht so toll. Ich war bei einer Freundin, die auch schreibt, doch die Ablenkung war so verlockend, dass nichts Gutes dabei rausgekommen ist. Letzte Szene beendet und noch eine kurze drangehängt, dann war die Luft raus. Immerhin fast das Tagessoll erreicht. Damit war ich schon zufrieden in Anbetracht der Umstände.

Dann kam der Samstag. Für mich machte es keinen großen Unterschied, ob nun Wochenende war oder nicht, da ich ja momentan frei habe. Wahrscheinlich war das auch das Problem. So viel Zeit, in der man lieber was anderes macht, faul ist. 1.324 Wörter. Was muss ich dazu noch sagen?

Knapp 1.000 Wörter Puffer hatte ich am 20. Tag des NaNoWriMo. Hört sich viel an, ist aber nicht einmal ein Tagespensum. Und die Motivation ging immer mehr flöten. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Und siehe da: Fast 2.500 Wörter.
Eine der Szenen des Tages ist mir spontan eingefallen und sie hat sich so wunderbar in de Plot eingefügt, dass ich sie unbedingt schreiben wollte. Einziges Problem: Würde besser zum Einzelband-Plan passen als zur Fortsetzung. Egal. Überarbeiten und rauskürzen kann ich ja immer noch (auch wenn es um den Abschnitt schade wäre).

Nach Tag 21 stehe ich nun mit 36.298 Wörtern da. Nachdem ich gestern eine so nervenaufreibende Szene geschrieben habe, die so furchtbar deprimierend geendet hat, konnte ich einfach nicht mehr als 1.050 Wörter ins Dokument bringen. Heute heißt es also, ich muss wieder einen klaren Kopf bekommen (genau wie meine Protagonistin) und mich der Herausforderung stellen (bzw. muss sie sich ihr stellen). Wie viel ich heute noch schaffe, weiß ich nicht. Aber so darf der Wordcount heute auf jeden Fall nicht bleiben:

Bild: http://nanowrimo.org/participants/sabrina-schumacher/novels/infected-1071860/stats

Also dann setze ich mich lieber mal hin und schreibe die nächste Szene. Vielleicht bekomme ich dann auch etwas mehr Klarheit, wie "Infected" enden soll.

Sabrina S.


PS: Dadurch, dass ich mich am Sonntag so sehr in "Infected" vertieft habe, musste ich die Fertigstellung meiner Fantasy-Dystopie-Novelle aufschieben. Womöglich beende ich also nächste Woche gleich zwei Werke - das wäre doch toll :)

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