Dienstag, 17. Mai 2016

"Sind ernste Themen mein Markenzeichen als Autorin?"

Autor sein ist manchmal echt doof! (Nein, in diesem Beitrag geht es nicht um Geld.)
Es ist vielmehr so, dass mir immer die besten Ideen kommen, wenn ich keine Zeit zum Schreiben habe. Wie jetzt. Die Bachelorarbeit ist zu zwei Dritteln fertig und wartet darauf, dass ich sie beende. Dann habe ich zwei Lektoratsaufträge, die ich bearbeiten muss. Nicht zu vergessen meinen Umzug Ende Mai. Und Anfang Juni wartet bereits ein Praktikum auf mich.

Eigentlich wären diese Umstände gar nicht so übel, wenn ich nebenbei nur noch irgendwie zum Schreiben kommen würde. Tue ich allerdings nicht. Das heißt, ich stecke immer noch mitten im Roman fest, was ja an sich schon mal blöd ist. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn du dann auch noch von einer neuen Geschichtsidee träumst. Das kann ich ja jetzt überhaupt nicht brauchen. Mit der neuen Idee soll es mir schließlich nicht auch noch so gehen wie mit "Infected" vor zwei Jahren:

Geplant, begeistert, Schublade. Rausgekramt, geschrieben, stecken geblieben.

Toller Lebenslauf für einen Roman, oder?

Es ist echt zum Verrücktwerden. Warum kann das Schreiben nicht so unproblematisch sein wie letztes Jahr? Als ich in drei Monaten etwa die Hälfte von "Krieger"-Teil 3 geschrieben habe? Als ich in gut einem halben Jahr "Secrets", einen Roman mit fast 100.000 Wörtern verfasst habe?
Die Bilanz für 2016 ist hingegen extremst ernüchternd. (Es sei denn ich zähle die Bachelorarbeit dazu.)

Das einzig Positive was ich schriftstellerisch 2016 vorzuweisen habe, ist die Veröffentlichung meiner Kurzgeschichte "Opfer für die Freiheit" in der Anthologie "Flucht in ein sicheres Leben" vom Wölfchen Verlag. Darauf bin ich auch wirklich stolz - und nicht nur, weil es der einzige Lichtblick am Ende des Tunnels ist. Sondern weil ich nun weiß, dass ich damit ein wichtiges Thema unterstütze. Ehrlicherweise habe ich an Politik nicht sehr viel Interesse, aber wenn man etwas nicht mehr übersehen kann, ist es von Bedeutung. Und es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen.


Komischerweise behandle ich schriftstellerisch öfters ernste Thematiken. In "Liebe und Leere" ("Verliebte Jungs"; ebenfalls Wölfchen Verlag) geht es um Stalking. In "Der Unbekannte" dreht es sich nicht nur um die Liebe, sondern auch ums Alleinsein. Und in meiner bis jetzt einzigen Kurzgeschichte (vom Umfang her wird es wohl eher eine kurze Novelle), die ich dieses Jahr geschrieben bzw. angefangen habe, dreht sich alles um einen menschlich verursachten Weltuntergang.
Bedenkt man zudem die Thematik von "Secrets" (einem Jugendthriller mit politischen Elementen), frage ich mich ernsthaft, ob so was mein Markenzeichen als Autorin wird.

Irgendwie bin ich jetzt auch von einem aufs andere gekommen. Eigentlich wollte ich nur ein wenig jammern und mir nicht so viele Gedanken machen. Doch es liegt wohl irgendwie in meiner Natur, dass ich ständig Dinge aufarbeiten muss.

Wie auch immer. Ich muss zurück an die Arbeit. Ihr lest dann in zwei Wochen wieder von mir!

Mit nachdenklichen Grüßen

Sabrina S.

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