Samstag, 7. Mai 2016

Namen und Zitate

Heute gibt es einen relativ kurzen Beitrag, denn das Thema dieses Samstags lässt sich weder großartig ausweiten noch mit haufenweise Beispielen versehen. Es dreht sich dieses Mal darum, wie ihr Zitate und Namen in einen Text einbaut.

Dabei muss man nicht viel beachten, außer die Einheitlichkeit zu wahren. Also wechselt nicht zwischen den Möglichkeiten, die ich euch gleich zeige, hin und her. Das sieht formal schlimm aus und erweckt den Eindruck, der Autor hätte sich nicht entscheiden können.

Es gibt drei Varianten, um Zitate und Namen zu kennzeichnen:

  • Normale Anführungszeichen „…“
  • Einfache Anführungszeichen ‚…‘ (nicht zu verwechseln mit Apostrophen! ´` )
  • Kursivschreibung

Normalerweise könnt ihr jede Variante benutzen, es sei denn euer Verlag, Agent oder Lektor ist an strikte Regeln gebunden, die eine der Möglichkeiten strikt fordern.


1. Namen


Dass ihr Vor- und Nachnamen eurer Figuren in gerade Lettern setzt und mit einem Großbuchstaben beginnt, davon gehe ich mal aus. Aber von Figurennamen will ich eigentlich gar nicht reden. Es geht mir vielmehr darum, was ihr mit den Namen von Orten, Dingen und Künstlern macht.
Grundsätzlich gilt für einen Namen von etwas das Gleiche wie für einen Namen von jemandem. Also gerade Lettern, nicht mit irgendwelchen Zeichen außen herum gekennzeichnet. Denn einen Eigennamen müsst ihr nicht kennzeichnen. Man sieht es zwar ab und an mal, dass Namen mit Anführungszeichen eingerahmt werden oder kursiv stehen, um sie hervorzuheben, zwingend notwendig ist das allerdings nicht. Ich würde sogar davon abraten.

Hier eine Übersicht, was ihr ohne Hervorhebung stehen lassen könnt:

  • Künstlernamen (Musiker, Schauspieler, Maler, Autoren)
  • Ortsnamen (Stätdte, Dörfer) 
  • Geografische Merkmale (Flüsse, Seen, Berge)
  • Gebilde/Gebäude (z.B. der Eiffelturm)
  • Geschäfte, Cafés, Clubs, Bars
  • Markennamen


Achtung! Anders sieht es mit Titeln von Liedern, Büchern und Filmen/Serien aus. Bei diesen solltet ihr grundsätzlich Anführungszeichen oder eine Kursivschreibung wählen, um deutlich zu machen, dass es sich hierbei um einen Titel handelt – nicht um einen Eigennamen.


Übrigens: Wenn ihr irgendwelche Künstler, Läden, Marken oder Titel nennen wollt, könnt ihr dies grundsätzlich tun in euren Geschichten. Allerdings nur, wenn ihr sie nicht bewusst in den Dreck zieht. Denn das würde als Rufschädigung gelten und dann ist guter Rat teuer – im wahrsten Sinne des Wortes, denn dann werdet ihr einen Anwalt brauchen.


2. Zitate

 

Zitate von anderen:

Für Zitate gilt nicht das Gleiche wie für Namen! Zitate müssen immer als solche gekennzeichnet werden. Also Anführungszeichen außen herum oder kursiv setzen!

Wer in der Schule schon mal eine Facharbeit schreiben musste, wird außerdem gelernt haben, dass er die Quelle angeben muss. Denn egal, woher ein Zitat kommt, es muss stets irgendwo der Urheber stehen. Entweder in einem gesonderten Quellenverzeichnis (falls ihr viele Zitate habt) oder in einer Fußnote.

Wenn das Urheberrecht nicht mehr gilt (mehr zur Schutzdauer erfahrt ihr z.B. hier), sind alle Inhalte der Werke frei verfügbar. Trotzdem wäre es anzuraten, den Urheber im Text irgendwo unterzubringen (einfach der Würdigung wegen).

Zitate eurer Figuren:

Wenn eine Figur eine andere zitiert oder etwas Gesagtes rekapituliert, müsst ihr das natürlich auch kennzeichnen. Allerdings nicht durch eine Anmerkung, sondern nur durch eine der drei Varianten vom Anfang. Ich zeige euch das mal:

  • Er hatte sie immer als „den größten Fehler seines Lebens“ bezeichnet. / Er hatte sie immer als den größten Fehler seines Lebens bezeichnet.
  • Es bedeutet ‚Ich liebe dich‘. / Es bedeutet: Ich liebe dich.
  • Vor langer Zeit sagte ich dir: Ich werde dich nie verlassen. Tut mir leid, dass ich es nicht einhalten konnte. / Vor langer Zeit sagte ich dir „Ich werde dich nie verlassen“. Tut mir leid, dass ich es nicht einhalten konnte.

Wie ihr seht, könnt ihr beliebig kennzeichnen. Auch wenn manches besser aussieht als anderes. Danach dürft ihr allerdings nicht bei jedem Zitat entscheiden. Wie gesagt: Einheitlichkeit wahren.


Ich hoffe, der Artikel konnte euch noch etwas über die Schreibung und Kennzeichnung von Namen und Zitaten beibringen. Ansonsten: Danke, dass ihr ihn trotzdem bis zum Ende gelesen habt :)

Sabrina S.

Der nächste Samstag ist für Anredepronomen und die direkte Anrede reserviert. Also wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, ob zwischen das „Hallo“ und den Namen der angesprochenen Person ein Komma gehört, dann schaut vorbei ;)

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