Dienstag, 19. April 2016

"Vielleicht ist mein aktueller Roman verflucht."

Wenn man eine Zeit lang nicht schreibt, kann das für einen Autor echt frustrierend sein. Wie bereits im letzten Post erwähnt, habe ich seit Februar nicht mehr an meinem neuen Roman gearbeitet. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt eine so lange Schreibflaute hatte. Womöglich als ich am zweiten Teil meiner "Krieger"-Reihe gearbeitet habe und mir dabei so langsam die Puste ausging. (Genaueres über meine damalige Schreibkrise könnt ihr übrigens hier nachlesen).
Damals steckte ich allerdings mit der Geschichte fest, weil ich zu viel voraus geplant hatte und mir dadurch die Lust am Schreiben verging. Es war nichts mehr Neues, nicht spannend genug - für mich persönlich zumindest.
Und genau zu dieser Zeit kam mir auf einmal die Idee zu "Infected". Ich war damals (kann man Januar 2014 schon so bezeichnen?) total euphorisch, fand die Idee absolut genial und wusste, dass ich sie als Nächstes angehen würde. Das habe ich allerdings nicht gemacht, wie ihr vielleicht wisst. Stattdessen setzte ich mich an meinen Jugendthriller und verdrängte die alte Idee, die mir inzwischen schon nicht mehr ganz so reizvoll erschien.

Tja, nachdem ich den Roman dann im November 2015 doch angefangen habe (eigentlich allein wegen des NaNoWriMo), sitze ich nun mit knapp 37.000 Wörtern herum und kann nichts damit anfangen. Theoretisch finde ich die Idee eigentlich doch wieder ganz gut, praktisch ließ sie sich schon seit Schreibbeginn nur happig umsetzen. Aber ich dachte, es würde besser laufen, wenn ich den verhassten Romananfang endlich fertig hätte und die Handlung so richtig in Fahrt käme. Irgendwann lief es auch ganz gut, doch wie die richtige Entscheidung hat es sich nie angefühlt.

Und jetzt, wo ich keine Zeit fürs kreative Schreiben habe, weil ich meine Bachelorarbeit fertigstellen und drei Lektoratsaufträge koordinieren muss, musste ich den Roman verdrängen. Ich habe ein wenig Angst, dass ich die ohnehin instabile Verbindung zu der Geschichte dadurch ganz verliere. Das würde mich echt fertigmachen, wo ich doch so viele Nerven in das Projekt investiert habe. Wo es mir so viele Probleme beim Schreiben von "Krieger" bereitet hat. Irgendwie geht hier alles schief, was schief gehen kann. 

Vielleicht ist der Roman ja verflucht und ich sollte ihn gar nicht schreiben. Vielleicht will das Universum mir das mitteilen, indem es mir immer wieder Steine in den Weg legt.

Oder es will mir beweisen, dass ich trotz aller Schwierigkeiten nicht aufgeben sollte. Dass ich dadurch wachse und weiter lerne. Daran muss ich mich festklammern, wenn ich den Roman nicht nach dem ersten Drittel aufgeben will. Und für mein Ego kommt das gar nicht infrage, habe ich doch bis jetzt all meine Projekte mit über 30 Seiten auch zu Ende gebracht.

Mit klammernden Grüßen an das letzte bisschen Hoffnung

Sabrina S.

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