Montag, 6. April 2015

Camp NaNoWriMo April 2015 - Gleich und gleich gesellt sich gern

Ja, es ist mal wieder Zeit, einen Roman in einem Monat zu schreiben. Und da ich beim letzten NaNoWriMo nur so halb bei der Sache war (wie ich abgeschnitten habe, könnt ihr hier nachlesen), dachte ich, zum Camp NaNoWriMo im April könnte ich so richtig durchstarten. Doch leider gibt es unvorhergesehene Schwierigkeiten, die ich bewältigen muss(te).

Einerseits war ich nicht wie geplant mit dem 3. Teil meiner "Krieger"-Trilogie fertig geworden. Noch Tage vorher dachte ich, ich könnte das Finale und das abschließende Kapitel im März fertig kriegen. Hätte der März einen Tag länger gedauert (oder der Februar – was realistischer wäre, da es in Schaltjahren tatsächlich einen Tag mehr gibt), hätte ich dieses Ziel erreicht. Nur leider bin ich somit erst am 1. April zu einem Ende gekommen, und da das ein großer Tag für die Trilogie war, konnte ich mich nicht dazu durchringen, noch am selben Abend ein neues Projekt anzufangen. Das wäre meinen Charakteren gegenüber nicht fair gewesen, denn es hätte sich so angefühlt, als ob sie einfach im Müll gelandet wären und andere sie ersetzt hätten. Abgesehen davon habe ich noch nie eine Buchreihe beendet, also war das auch ein wichtiges Ereignis für mich als Autorin.

Dazu kamen weitere schriftstellerische Probleme. Denn mein neues Projekt war unausgereift. Ich hatte vorher keine Recherche betrieben, meine Charaktere nicht sorgfältig ausgearbeitet, weder Handlungsort noch Hintergrundinformationen festgelegt. Und da das mein erstes Nicht-Fantasy-Projekt ist, war es ohnehin schwieriger für mich, mich hineinzufinden.
Abgesehen davon habe ich ein ziemlich schwerwiegendes Problem: Mir fehlt der Anfang der Handlung. Wie soll ich mit der Geschichte beginnen, wenn ich nicht weiß, wo sie anfängt?
Ganz im Gegenteil dazu ist mir der Schluss ziemlich genau bekannt. Aber rückwärts schreiben ... nein, das mache ich bestimmt nicht. Ich gehe gern linear vor.
Mit "einfach losschreiben" habe ich es auch mal bei einem Roman probiert. Das hat aber nur dazu geführt, dass ich den Anfang komplett gelöscht habe. Er enthielt kaum wichtige Informationen und war total langweilig. So soll es bei dieser Idee nicht werden! Und da ich so eine Perfektionistin bin, will ich nicht irgendwas hinklatschen und später alles nochmal neu schreiben müssen.
Keine guten Voraussetzungen ...

Abschließend kann ich auch noch sagen, dass ich ein paar andere Dinge im Kopf hatte in der letzten Zeit. Dinge außerhalb meiner schriftstellerischen Tätigkeit. Das hat mich zusätzlich gehemmt.

Tja, wie man sieht, steht mein neues Projekt unter keinem guten Stern. Oder vielleicht ist es auch nur der NaNo, der mir Schwierigkeiten macht. Vielleicht liegt mir dieses viele und schnelle Schreiben (noch) nicht. Mal abwarten, wie es weitergeht.
Aber auch wenn ich den Anfang noch nicht kenne und der Start mehr als holprig war, womöglich ändert sich in den nächsten Wochen etwas. Denn dann geht es zurück in meine Studienstadt, in meine 1-Zimmer-Wohnung, und dort kann ich hoffentlich die Ruhe finden, die es mir ermöglicht, die geplanten 35.000 Wörter aufs Papier – oder ins Textdokument – zu bekommen.

Sabrina S.

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