Sonntag, 13. Juli 2014

Autoren-Alphabet - P wie Plot, Probelektorat, Pseudonym und Publikumsverlag

Nach den Prüfungen geht es heute mit dem "P" weiter:

Plot:
Der Plot einer Geschichte besteht aus mehreren Faktoren, nicht nur aus dem Inhalt, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Mit dem Plot werden außerdem Handlungsorte und die erzählte Zeit bzw. die Zeit, in der die Geschichte spielt, festgelegt.
Viele Autoren legen den Plot vor dem Beginn des Schreibens fest, um einen Rahmen zu haben. Wie man den Plot aufbaut, ist jedem selbst überlassen. Ein Beispiel ist das Drei-Akt-Modell, das ursprünglich aus dem Drama abgeleitet wurde.

Probelektorat:
Wenn man sich unsicher ist, ob man einen Lektor engagieren bzw. in einem Verlag anstellen will, dann gibt es die Möglichkeit des Probelektorats. Das heißt, man stellt dem Lektor einen Text zur Verfügung, den er lektorieren soll. Oft sind diese Texte sogar extra schlecht geschrieben oder beinhalten viele Fehler, damit man erkennt, wie sorgfältig der Lektor arbeitet. Wenn Autor oder Verleger zufrieden ist, kann er den Lektor für das Projekt/die Projekte mit ins Boot holen - oder auch nicht.

Pseudonym:
Viele Autoren schreiben unter Pseudonymen, haben also eine Art Künstlernamen. Das kann viele Gründe haben. Zum Beispiel, dass man das Privatleben strikt von dem Autorenleben trennen will. Oder dass man sich in verschiedenen Genres bewegt und trotzdem ernst genommen werden will - oder, unter anderem im Fall von J.K.Rowling, nicht allein des Namens wegens bewertet werden will. Oder auch ganz einfach deswegen, weil der eigene Name nicht gefällt, nicht zum Genre passt oder zu langweilig ist.
Grundsätzlich gilt, dass jeder Autor unter einem Pseudonym veröffentlichen kann.

Publikumsverlag:
Hinter einem Publikumsverlag verbergen sich Verlage, die sich am Publikum orientieren. Es geht darum, was sich gut verkauft, was gerade Trend ist (z.B. Vampire, Dystopien, Erotik). Oft werden Manuskripte stark umgeändert, damit sie für das Publikum attraktiver sind.
Im Allgemeinen ist der Publikumsverlag jedoch positiv zu sehen. Für den Autor fallen keine Kosten an, der Verlag finanziert Lektoren, Illustratoren/Coverdesigner und den Druck. Außerdem kümmert er sich um das Marketing. Ein Honorar bekommt der Autor selbstverständlich auch, wie hoch das ausfällt, hängt vom Vertrag ab.
Bestseller werden eigentlich immer von Publikumsverlagen veröffentlicht. Allein deshalb werden sie auch zu Bestsellern, weil sie die bestmögliche Vermarktung bekommen und dank des Verlagsnamens sofort als wertvoll/lesenswert eingestuft werden.
Viele Publikumsverlage übersetzen auch internationale Bestseller und veröffentlichen sie, bringen Hörbücher auf den Markt und geben E-Books zu den gedruckten Ausgaben heraus.


Sabrina S.

Wer bestimmte Begriffe zu anderen Buchstaben erklärt haben will, der schreibt mir bitte eine E-Mail (nancy.fields94@gmail.com). Wenn ihr wollt, kann ich dann auch auf euren Blog/eure Homepage verlinken, wenn ich eure Namen nenne. Solltet ihr allerdings nicht genannt werden wollt, schreibt das bitte dazu!

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