Sonntag, 20. Oktober 2013

Rezension "Splitterherz" von Bettina Belitz

Bild: www.script5.de
Ellie zieht von der Großstadt Köln in die scheinbare Einöde
genauer gesagt nach Kaulenfeld. Das Leben dort kann ja nur ätzend sein.
Doch schnell wird ihr klar, dass die Menschen auf dem Land viel interessanter sein können als die in der Stadt. Vor allem der undurchsichtige Colin gibt ihr immer mehr Rätsel auf. Und was hat ihr eigener Vater zu verbergen? Warum ist es ihm so wichtig, dass sie sich von Colin fernhält?

Langsam aber sicher wird Ellie klar, dass irgendetwas in dem Dorf vor sich geht, von dem sie bisher nicht die geringste Ahnung hatte. Doch als sie Colin immer näher kommt, wird sie mitten in eine Welt hineingezogen, die ebenso faszinierend wie schauerhaft zugleich ist ...


Die Geschichte:
Splitterherz - der Auftakt der Fantasy-Trilogie - ist ein Buch, das mehr als ein wenig an die Geschichte von Twilight erinnert. Das Mädchen (Ellie) verliebt sich in einen geheimnisvollen Jungen (Colin), der sie eigentlich von sich fernhalten will, da er ein dunkles Geheimnis hütet. Als sie es herausfindet, kommen sich die zwei trotz allem unvermeidbar näher, bis eine gefährliche Jagd beginnt. Und letztendlich ... na ja, die meisten wissen ja, wie es in New Moon weitergeht. Besonders überraschen konnte mich das Buch also nicht.
Abgesehen davon ist die Geschichte mit ihren über 600 Seiten sehr langwierig. Bis irgendwas einigermaßen Spannendes passiert, dauert es relativ lange. Das meiste dreht sich darum, dass Ellie und Colin sich trotz aller Widrigkeiten ineineinander verlieben, obwohl einiges gegen die Beziehung spricht.

Die Protagonistin:
Genervt hat mich an Ellie vor allem, dass sie ständig am Schlafen ist. Klar, das Buch dreht sich in gewisser Weise auch um Träume, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, es passiert etwas, dann schläft Ellie. Danach geht es weiter und schon schläft sie wieder - und das nicht den Tageszeiten entsprechend! Man kommt mit ungefähren Uhrzeiten überhaupt nicht mehr hinterher. Gelegentlich war ich ganz schön verwirrt, wie ich mir die Geschichte vor meinem geistigen Auge vorstellen sollte - und das macht ein Buch nicht gerade besser, eher im Gegenteil.

Der Schreibstil:
Insgesamt ist der Stil nicht schlecht, aber sehr detailliert. Dadurch liest es sich ein wenig zäh. Vor allem weil die Sprache sehr bildhaft ist und sehr stark mit Adjektiven gearbeitet wird (das sieht die Lektorin in mir gar nicht gern). Der trotzige Unterton, der den Stil prägt, wirkt zudem ein wenig gezwungen.

Mein Fazit:
Alles, was mir dazu einfällt ist, dass Splitterherz eine Menge Kitsch, wenig Spannung und eine nicht sehr einfallsreiche Story hat. Zwar geht es diesmal um ein fantastisches Geschöpf, von dem man noch nicht sehr viel lesen konnte, aber viel ändert das auch nicht. Wer aber Bücher wie Twilight verschlingt, dem kann es auf jeden Fall nicht schaden, nach Splitterherz zu greifen. Ich kann nur hoffen, dass mich die Folgeteile mehr mitreißen.*

Weil sich meine Begeisterung stark in Grenzen hielt: Note 5

Sabrina S.

*Nachträglich eingefügter Kommentar: Nach dem zweiten Band habe ich es aufgegeben. Teil 3 spare ich mir.

Erschienen bei script5 (Loewe Verlag)

ISBN 978-3-8390-0105-9 
Hardcover, 632 Seiten

Bestellbar unter anderem bei  script5

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